Empfehlung: Internetrecht von Härting

Niko Härting hat es geschafft: Ich habe in den letzten Jahren sehr viele (gute) Bücher zum Thema „Internetrecht“ gelesen, doch immer gab es „ein Buch“, das mich zeitweise besonders gebunden hat, das ich als „Standardwerk“ sah. So war es in den 90ern – noch zu Schulzeiten – das Buch von Strömer („Onlinerecht“), das zugleich das erste Werk für mich zum Thema war. Später wurde es bei mir abgelöst vom Kröger/Gimmy („Handbuch zum Internetrecht“), nach dem lange Zeit nichts folgte als „Standardwerk“ – auch wenn es mir das Anwaltshandbuch zum IT-Recht sehr angetan hat, m.E. aber zu spezifisch ist, um als echtes „Standardwerk“ klassifiziert zu werden (dazu gehört m.E., dass auch interessierte und vorgebildete Nicht-Juristen das Werk nutzen können, etwa Fachjournalisten oder Systementwickler).

Endlich, nach dem Kröger/Gimmy, glaube ich mit dem Härting das Buch gefunden zu haben, das den Anschluss findet.
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Vorstellung: Recht der IT-Verträge

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Zivilrecht

Das ist auf jeden Fall nochmal ein wirklich gelungener Rundum-Schlag. Das Buch verspricht

IT-Vertragsrecht als das Recht der Inhalte von Verträgen, in denen es um Rechtsgeschäfte rund um die Informationstechnologie geht.

Anstelle des etwas drögen Cover-Textes, hätte man lieber schreiben sollen, worum es in dem Buch wirklich geht: Eine – soweit das mit Blick auf Studienliteratur möglich ist – äusserst praxisorientierte und griffige Darstellung des Vertragsrechts rund um den IT-Bereich. Und da überzeugen die Autoren – zum Glück – nicht nur durch juristische Ausführungen.

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Europäisches und internationales Medienrecht

Das Buch zum europäischen und internationalen Medienrecht ist auf jeden Fall interessant und die Autoren, drei an der Zahl, stellen zu Recht im Vorwort fest, dass es kein anderes Lehrbuch dieser Art bisher gibt. Ich werte es allerdings nicht als Nachteil, dass es somit zu diesem Thema auch keinen „bestehenden Kanon“ gibt, jedenfalls finde ich, haben die Autoren das Thema sehr schön bearbeitet und eine dogmatisch gelungene Arbeit abgeliefert.

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Juristische Ausbildungs-Literatur zum Medienrecht & IT-Recht (Empfehlung)

Hier gibt es keine Gewichtung, sondern es kommt auf die eigenen Ziele an: Wer erstmal wissen will, worum es im Medienrecht geht, das Thema erfassen möchte und ggfs. noch überlegt diesen Schwerpunkte zu wählen, der ist mit dem Dörr/Schwartmann sehr gut bedient. Zur Vertiefenden Erarbeitung ist der Petersen die bessere Wahl.

Zur Vertiefung des Medienrechts auf ganz anderer Ebene ist das Buch zum „Europäischen und internationalen Medienrecht“ ein echter Tipp: Hier wird, nach dem Erwerb der Basics zum Medienrecht, die Chance geboten das Thema international ausgerichtet auszubauen.

Das hier bisher nicht besprochene Buch von Fechner (UTB) ist zwar sehr griffig und recht flüssig zu lesen, letztlich hat mich das von Dörr/Schwartmann aber mit Blick auf den Studenten mehr überzeugt.

Leider gar nicht mehr neu aufgelegt wurde das Handbuch Internetrecht (Kröger/Gimmy, 2002), das aufgrund seines Alters zum Lernen des Internetrechts nicht mehr genutzt werden sollte. Zum Nachschlagen dogmatischer Fragen, u.a. in Hausarbeiten, sollte man es aber kennen.

Für fertige Juristen ist das Anwaltshandbuch IT-Recht aus dem Hause Beck-Verlag zu empfehlen: Sehr gut für Praktiker und zudem sehr umfassend.