Hinweis: JuS-Online mit Jauernig inklusive? (Update)

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Ich habe JuS-Direkt ja damals bei der Einführung besprochen, hoch gelobt und kann das bis heute uneingeschränkt aufrecht erhalten. Es gibt aber eine Neuerung (?) und ich glaube, die ist bisher sehr unbeachtet geblieben.

Hinweis: Achtung, der Artikel hat sich im Laufe des Tages überholt. Ich habe jedenfalls jetzt keinen Zugriff mehr.

Wenn man die Produktbeschreibung liest, bleibt folgendes Fazit hängen: Man erhält

„JuS-Archiv, examensrelevante Gesetze und Rechtsprechung“.

Das ist auch richtig, aber man bekommt noch mehr: Bestandteil des Angebotes ist offensichtlich der volle Zugriff auf den Jauernig-Online-Kommentar zum BGB. Ich hatte das auch irgendwo mal gelesen (oder bin drüber gestolpert), habe es aber zwischenzeitlich wieder vergessen. Eben bei einem Gespräch war es dann wieder Thema und ich habe nochmals gesucht: Man findet den Kommentar weder im Portfolio von JuS-Direkt, noch in der Produktbeschreibung. Selbst nachdem ich wusste, das es verfügbar ist, konnte ich keinen Link finden.

Der Trick zum Zugriff ist aber einfach: Oben in die Suchleiste „Jauernig“ eintippen und schon ist man im Volltext-Kommentar, von dem sicherlich viele Studenten profitieren können. Daher hier der explizite Hinweis auf diese Möglichkeit für alle JuS-Direkt Nutzer.

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Walter: Kleine Stilkunde für Juristen

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Nachdem Tonio Walter vor kurzem seinen Aufsatz zur Stilkunde frei im Netz zur verfügung gestellt hat (hier zur Erinnerung), war es für mich nur Formsache, sein dazu gehörendes Buch (Büchlein) zu kaufen. Nicht nur weil der Artikel gut war, sondern auch weil man jedes Bemühen dieser Art belohnen muss.

Sein Buch ist nicht gerade günstig, auf jeden Fall Lesenswert – aber sollte nicht unkritisch hingenommen werden.

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Vorgestellt: Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten

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Das Buch „Juristische Arbeitstechnik und wissenschaftliches Arbeiten“ von Thomas M.J. Möllers ist im Verlag Vahlen erschienen (also aus dem Hause Beck) und bietet wichtiges Basis-Wissen für das juristische Studium. Dennoch muss ich nach eingehender Lektüre feststellen: Für echte Anfänger ist das erst mal nichts. Alle anderen dagegen werden sich mit diesem Buch sehr wohl fühlen.

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An die Jura-Erstsemester: Kauft vorsichtig (Buchtipp)

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Ich war neulich in Bonn in meiner Stammbuchhandlung und hatte ein gutes Dutzend Erstsemester um mich herum, die krampfhaft versuchten, sich anhand der Literaturliste des Profs Bücher zu kaufen. Und überfordert waren.

Hinweis: Deswegen wird auch hier eine Liste mit ausdrücklichen Empfehlungen von mir aufgebaut, die neben den laufenden Besprechungen auf dieser Webseite ausdrückliche Kauftipps gibt. Eine Sammlung meiner Artikel mit warnenden Worten zum Kauf älterer Literatur gibt es hier.

Liebe Erstsemester, hier kurz meine ersten (streitbaren) Hilfen:

  1. Ihr müsst nicht alles kaufen, ein gutes Buch pro Vorlesung reicht völlig
  2. Inhaltlich sind die Bücher der Literaturlisten alle gut, im Krey steht nichts anderes als im Wessels. Es geht letztlich (bei euch) nicht um Inhalte, sondern um die Form, das „wie“.
  3. Jeder von euch lernt auf seine Art, der eine mag den Wessels lieber, der andere den Krey – wieder andere mögen Brox lieber als Medicus. Stresst euch nicht. Geht ins Seminar, nehmt 2-3 Bücher zu einem Thema und lest mal die Einführung. Das Buch, dass euch beim lesen Spass gemacht hat, ist das was ihr kaufen solltet. Und wenn euer Vorlesungsnachbar ein anderes liest heisst das gar nichts.
  4. Lasst im ersten Semester die Finger von Büchern die mit „Light“ oder „besonders schnell“ werben. Auch wer die „Schmemen“ als Plural von „Schema“ anbietet sollte nicht gelesen werden. Natürlich sind die ersten Bücher schwierig zu lesen, deswegen studiert ihr ja jetzt auch und seid nicht mehr in der Schule.
  5. Wenn ihr ein Kapitel zwei mal lesen müsst (und das auch tut) ist das ein gutes und kein schlechtes Zeichen.
  6. Es ist eine typische Krankheit von Juristen, möglichst viele Bücher zu kaufen und dann nicht zu lesen. Die stehen aber dafür immer schön im Regal – das beruhigt das Gewissen. Ist bei jedem so, würden die Bücher nicht so teuer sein, wäre es auch nicht schlimm. Hinzu kommt, dass viele Bücher letztlich verwirren und verzetteln, man konzentriert sich dann selten auf eines.
  7. Am Ende gilt: Es ist ein schwieriges Thema. Es gibt nicht „das Buch“, das euch im Flug und ohne Anstrengung alles in kürzester Zeit vermittelt. Das liegt alleine an euch und eurem Arbeitseinsatz.

Ich möchte auf Jurakopf.de eine Liste mit Empfehlungen für Bücher erarbeiten, die ist hier zu finden. Bis das steht, wird noch etwas Zeit vergehen, für die Erstsemester daher hier meine persönlichen Buchtipps als Kaufempfehlung für euch:

  1. Strafrecht AT: Den Wessels mit CDROM. Lest mal hin und wieder ein Urteil nach – wenn ihr es nicht versteht: Nochmal lesen. Ihr wollt Juristen werden, was ihr jetzt nicht übt kommt auch nicht von alleine.
  2. BGB AT: Heute empfehle ich den Köhler zum BGB AT (besprochen hier)
  3. Staatsorganisationsrecht: Der Degenhart mit CD (Besprochen hier) ist einfach nur gut, den Ipsen fand ich zu anstrengend zu lesen.

Kauft die Bücher, hört in den Vorlesungen zu und etwa in der Mitte des Semesters holt ihr euch dann Fallbücher um mal mit Klausuren zu üben und zu vestehen, warum die älteren Semester (fast) alle so einen schwarzen Ordner unter dem Arm haben, auf dem „Schemata“ steht. Bis dahin gilt: Täglich mit einem Buch arbeiten und versuchen der Vorlesung zu folgen.

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Kurz Betrachtet: Strafverteidiger auf CDROM

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Heute stelle ich ein Produkt vor, dass für Studenten weniger interessant ist – allerdings lesen hier überraschend viele Anwälte mit, die sich auch mit der Bitte um eine Produkt-Vorstellung an mich wenden: So wurde ich gebeten, doch mal den „Strafverteidiger auf CDROM“ vorzustellen, was ich auch gerne mache. Nebenbei stelle ich fest, dass die juristischen Verlage zwar zunehmend elektronische Medien anbieten – aber die moderne Vertriebswege noch nicht ganz verinnerlicht haben.

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Klausurtipp Zivilrecht: Verbrauchsgüterkauf im Kopf haben

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Selbst in einem (sehr einfachen) Fälle-Buch ist mir dieser Fehler vor kurzem begegnet: Da hat ein Unternehmer in seinen AGB die Gewährleistung auf 1 Jahr begrenzt. In der Musterlösung wird dann lang und breit ausgeführt, dass hier die §§305ff. BGB zum Tragen kommen, wobei der §309 BGB ja gerade festhält, dass es erlaubt ist, die Verjährung auf 1 Jahr zu kürzen. Ich fürchte nur, in einer Klausur führt das zu Punktabzügen.

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BGH im Volltext – für 36 Euro? (Update)

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Ich habe gefunden, was ich gesucht habe: Im WoltersKluwer Shop, leicht versteckt: Eine Volltext-CD u.a. mit allen BGHZ und BGHSt Entscheidungen für ca. 36 Euro. Das ist sicherlich nicht geschenkt, aber auf jeden Fall einen Blick wert. Und der hat sich wirklich gelohnt.

Hinweis/Update: Diese CD gibt es inzwischen nicht mehr im WoltersKluwer-Shop. War leider nicht anders zu erwarten, die folgende Besprechung ist aber nicht wertlos, sondern gilt für die jetzt verfügbare CD die ca. 130 Euro kostet.

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Der SK-StGB

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Der systematische Kommentar zum Strafgesetzbuch von Rudolphi/Samson/Horn ist mein liebster Kommentar und ich möchte hier nochmals auf ihn aufmerksam machen, zumal im April/Mai 2008 eine neue Auflage erscheint. Speziell im Bereich strafrechtlicher wissenschaftlicher Arbeiten war er für mich immer eine Goldgrube.

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Kompendium zum Internetrecht aktualisiert

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Das vom Münsteraner Juraprofessor Thomas Hoeren herausgegebene Skript Internetrecht steht nun in einer neuen Version als PDF-Datei zum Download bereit. Es enthält die Rechtsprechung des Jahres 2007, die Neuordnung des Urheberrechts durch den 2. Korb, ein komplett neu strukturiertes Kapitel zum Domainrecht sowie die aktuelle Diskussion im Fernabsatzrecht insbesondere zu den Impressumspflichten. Das 587 Seiten umfassende, als eBook nutzbare Skript, dessen Text seit nunmehr fünf Jahren aktualisiert wird, ist kostenlos abrufbar. Download hier. (Quelle: Heise).

Wer es ausdrucken möchte, kann dies beispielsweise für ca. 25 Euro (oder günstiger im Vielseitendruck) bei https://www.internetdrucker.de/ machen.

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Tröndle/Fischer ist nun Fischer

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Man merkt das man alt wird – und Korrektoren haben es nun wieder in Hausarbeiten einfacher zu merken, ob jemand einen hoffnungslos veralteten Kommentar genutzt hat: Der ehemalige Tröndle/Fischer Kommentar zum StGB heisst in der 55. Auflage (2008) nun nur noch „Fischer“. Ein kleiner absehbarer Wandel, für Altsemester wie mich trotzdem eine Umstellung.

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Versammlungsrecht ist nun Ländersache

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Wer -wie ich- zum älteren Semester gehört und sich bisher nur mit dem Nötigsten in Sachen Föderalismusreform auseinandersetzen musste, ist vielleicht etwas überrascht, dass es immer noch ein (im Studium recht relevantes) Versammlungsgesetz gibt, das aber zunehmend, jedenfalls in Bayern, von landesgesetzen abgelöst wird.

Zu erklären ist das schnell und einfach: Der Art. 74 GG wurde geändert, im Absatz eins Nummer 3 stand vorher die Bundesermächtigung zum Erlass von gesetzes bzgl. des Versammlungsrechtes. Das wurde nun gestrichen, das Versammlungsgesetz gilt aber weiterhin, jedenfalls solange, bis Bundesländer eigene Versammlungsgesetze erlassen. Grundlage hierfür ist der Artikel 125a I GG, in dem man diese Regelung findet. Es gilt also im Einzelfall aufzupassen, ob im eigenen Bundesland noch das Versammlungsgesetz des Bundes oder ein eigenes Landes-Versammlungsgesetz gilt. Spannend wird es in der Tat, wenn das eine Bundesland ein eher liberales Gesetz erlässt, während ein anderes recht restriktiv zur Sache eilt – momentan scheinen sich da Bayern und NRW hervor zu tun wenn man sich die laufenden Gesetzgebungsverfahren ansieht.

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