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Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf

Termin vereinbaren: 02404-92100
Öffnungszeiten: Montags bis Donnerstags von 8.00 Uhr bis 17 Uhr und Freitags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr 

Ihre Anwälte in Alsdorf für Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten & Verkehrsrecht, IT-Recht, Medien & Softwarerecht sowie Arbeitsrecht & Zivilrecht: Wir sind eine kleine regional tätige Anwaltskanzlei im Raum Aachen und ausdrücklich grundsätzlich nicht bundesweit tätig – daher sehen Sie von ausserhalb der Region Aachen/Heinsberg/Düren von Anfragen generell ab. Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Rückfragen zu den Artikeln auf unserer Webseite beantworten und auch keine kostenlose Ersteinschätzung anbieten.


Kommunikation mit uns

Wir bevorzugen die persönliche Kommunikation im Gespräch in unserer Kanzlei oder per Telefon. Telefonisch sind unsere Mitarbeiter in unserem Büro dabei innerhalb unserer Öffnungszeiten, je nach Auslastung mitunter aber eingeschränkter, erreichbar. 
Wenn Sie uns eine Email senden beachten Sie bitte, dass im Zweifel eine Antwort auf eine Mail bei uns immer länger dauert als ein Telefonat. E-Mails werden bei uns an Feiertagen sowie Freitags bis Sonntags grundsätzlich nicht bearbeitet und im Übrigen benötigen Antworten auf Mails bei uns 2-3 Werktage. Wir bieten keine Beratung per Mail, auch keine Terminsvergabe per Mail. Wenn es wichtig oder dringend ist rufen Sie bitte immer an!

Verschlüsselte Emails: Wir bieten einen GPG-Schlüssel für eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, der auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird. Bitte übersenden Sie aus Sicherheitsgründen keine sensiblen Informationen per Mail.

Kosten unserer Beauftragung

Die Gebühren unserer Tätigkeit sind gesetzlich geregelt. Soweit keine gesonderte Vereinbarung über unsere Gebühren getroffen wird rechnen wir die gesetzlichen Kosten entsprechend dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz ab. Wir bieten eine Übersicht über entstehende Kosten. Dazu auch die FAQ am Ende dieser Seite.

Mandate die wir nicht übernehmen

Wir übernehmen Mandate nur unter folgenden Bedingungen:

  • Wir sind für Verbraucher grundsätzlich nicht bundesweit tätig. Unternehmen werden, wo es sinnvoll ist, bundesweit vertreten.
  • Wir sind bevorzugt im Bereich der Prozessführung tätig, dabei speziell in den Gebieten Strafverteidigung, Ordnungswidrigkeiten & Verkehrsrecht, IT-Recht & Medien, Arbeitsrecht & Zivilprozess.
  • Im Baurecht, Steuerrecht, Sozialrecht, Ausländerrecht und Asylrecht sind wir ausnahmslos gar nicht tätig.
  • Aufträge in den Bereichen Softwarerecht, Datenschutzrecht und Wettbewerbsrecht übernehmen wir nur von Unternehmen, nicht von Verbrauchern.
  • Rein “digitale Mandate” werden bei uns nicht geführt, wir bieten auch keine Beratung rein per Telefon oder Mail, wir konzentrieren uns auf eine regionale Tätigkeit im Raum Aachen und Heinsberg.
  • Kostenlos sind wir nicht tätig, es fällt immer eine Gebühr an, wenn wir tätig werden, gleich ob schlicht beratend, vor Gericht oder nach außen gerichtet.

Häufige Fragen vorab

Unsere Kanzlei (9)

Weil es nicht funktioniert und unnützer Mehraufwand ist. Per Mail einen auf beiden Seiten freien Termin abzustimmen ist nervig und kostet erheblich mehr Zeit, als kurzerhand anzurufen. Unsere Mitarbeiter in unserem Büro sind telefonisch erreichbar, blicken einmal in den Kalender und können in Echtzeit den Termin mit Ihnen abstimmen. Darum: Rufen Sie für einen Termin an unter 02404-92100.

Tatsächlich waren wir viele Jahre bundesweit tätig und haben auf diesem Weg viele Erfahrungen mit der bundesweiten Tätigkeit gesammelt. Das Wichtigste für uns dabei ist: Wir möchten vor Ort tätig sein, die Mandanten kennen, persönlich sprechen und die Ansprechpartner in den Gerichten kennen. Bei uns gilt: Bitte sehen Sie als Verbraucher ausserhalb der Region Aachen/Heinsberg/Düren von Anfragen generell ab!

Aus unserer Sicht überwiegen – mit Ausnahmen, siehe unten – letztlich aber auch grundsätzlich die Nachteile bei der Beauftragung eines auswärtigen (gemeint ist “weit entfernten”) Anwalts, so ist insbesondere aus unserer Sicht zu sehen:

  • Die Kommunikation leidet – man kann sich nur mit erhöhtem Aufwand zusammen setzen, am Ende läuft es auf Telefonate und Mails hinaus. Wir bevorzugen aber den persönlichen Kontakt, das gemeinsam zusammen sitzen, sich in die Augen sehen und besprechen. Gerade in unerfreulichen Situationen, also insbesondere wenn ein Prozess nicht wie erwünscht verläuft, ist diese Besprechung aber für uns zu bevorzugen.
  • Die Kosten können erheblich sein – auch wenn man gewinnt! Beispiel: Jemand aus Hannover wird in Hamburg verklagt und beauftragt in Aachen einen Anwalt. Auch wenn man dann gewinnt sind nur die Kosten eines Anwalts vor Ort am Gerichtssitz oder bei sich selber vor Ort vom Gegner zu erstatten. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Reisekosten kann am Ende offen bleiben, obwohl man gewonnen hat. Gerade bei Verbrauchern ist dies ein Aspekt, der unbedingt beachtet werden sollte.
  • Man kennt die Gerichte – wir betrachten es als erheblichen Vorteil, dass wir in unserer Region die für uns wichtigen Gerichte kennen. Wir kennen Richter, Geschäftsstellen und Ansprechpartner samt Gepflogenheiten. Das ist bei auswärtigen Gerichten nicht so, dabei ist dies ein Vorteil, der aus unserer Sicht nicht zu verachten ist und auf den wir Wert legen.
  • Es gibt Ausnahmen für Unternehmen, wenn man in einem wirklichen Spezialbereich einen Anwalt mit sehr spezifischer Kenntnis benötigt und hierbei nur eine begrenzte Zahl von Anwälten zur Verfügung steht. Aus unserer Sicht ist dies im IT-Recht und insbesondere Softwarerecht der Fall, weswegen Rechtsanwalt Jens Ferner im IT-Recht ausnahmsweise für Unternehmen bundesweit zur Verfügung steht.

Es ist für uns sehr verständlich, dass Interessenten nicht Verstehen, warum wir auf Rückrufbitten in Erstkontakt-Mails nicht reagieren – tatsächlich würden wir gerne zurück rufen, wir sehen hier aber erhebliche Probleme. Das Kernproblem ist, dass wir zwar eine Mail erhalten haben, aber nicht nachprüfen können, ob derjenige der uns die Mail gesendet hat, auch derjenige ist, dem die genannte Rufnummer zuzuordnen ist. Dies kann zum einen zu datenschutzrechtlichen Problemen führen.

Wichtiger ist aber etwas, was nicht auf Anhieb zugänglich ist: Wir waren in wettbewerbsrechtlichen Verfahren tätig, wo es zu Abmahnungen kam, weil nach einer Email ein telefonischer Kontakt zu Stande kam, wobei in der Mail unberechtigt eine fremde Rufnummer genannt wurde. Um das zu umgehen bitten wir darum, dass Sie immer in der Kanzlei von sich aus anrufen. Wir nutzen Telefonnummern nur, wenn uns diese persönlich vor Ort in der Kanzlei bei der Mandantsaufnahme genannt wurden.

Leider ist es so, dass wir uns oft mit unberechtigten negativen Bewertungen bei Google herumschlagen müssen. Die häufigsten Gründe sind aus unserer Sicht:

  1. Rachebewertungen von Gegnern, die nach verlorenem Streit versuchen auf diesem Weg noch einen “zu drücken”;
  2. Abfällige Bewertungen von ehemaligen Mandanten, nachdem man unsere Rechnung nicht bezahlt hat und jetzt versucht hier zu ärgern;
  3. Es kam auch schon vor, dass wir negativ bewertet wurden, weil man meint, es sei unverschämt dass wir nicht kostenlos helfen.

In allen Fällen unberechtigter Bewertung gehen wir ausnahmslos rechtlich vor, insbesondere mit Abmahnungen und Strafanzeigen, bisher erreichten wir regelmäßig Löschungen, allerdings kostet dies Zeit. Als Nutzer im Internet sollten Sie vorsichtig mit Bewertungen umgehen, es gibt keine Kontrolle ob diese Echt sind oder überhaupt von Mandanten stammen oder unter welchen Umständen diese geschehen. Insbesondere Bewertungen ohne Text oder wenn es gleich die geringste Wertung sein muss sollten bei jeder Bewertung zu kritischer Prüfung anhalten.

Weil es ständig zu Problemen führte: Wir wissen nicht, ob der Kollege die konkrete Sache wirklich bearbeitet, ob er Zeit hat, ob er krank ist. Wenn dann irgendwo Unzufriedenheit herrscht, sind wir es am Ende auch noch “schuld”. Aus dem Grund nutzen Sie Webseiten wie Anwalt.de um nach Anwälten zu suchen, wir mögen keine Empfehlung mehr aussprechen und tun es auch nicht.

Unsere Kanzlei bietet keine kostenlose Ersteinschätzung, kostenfreie Einschätzungen zu den Erfolgsaussichten “vorab” oder sonstige kostenlose Leistungen. Dies führt mitunter zu Missverständnissen und Diskussionen, weswegen wir dazu gerne ein paar Sätze erklären.

Als erstes sind wir Dienstleister, die vorwurfsvolle Frage, warum wir nicht kostenlos arbeiten empfinden wir bereits als despektierlich. Darüber hinaus ist die Beratung unsere eigentliche Leistung: Wenn wir hierfür kein Geld verlangen, können wir schlichtweg keine Umsätze erzielen. Dabei haben wir erhebliche Ausgaben, die auch Laien nicht sofort sehen, nicht nur für Büro und Angestellte, auch für Fachzeitschriften und Fortbildungen.

Was viele Menschen übersehen, auch weil oft kein Gespür hierfür existiert: Bei der anwaltlichen Leistung geht es um keinen Werkvertrag. Wir versprechen keinen Erfolg, etwa einen gewonnen Prozess, sondern bieten die Dienstleistung, auf fachlicher rechtlicher Expertise eine Risikoeinschätzung eines kostenintensiven Streits vorzunehmen. Die Bewertung der Frage, ob und in welchem Umfang Erfolgsaussichten bestehen ist dabei gerade unsere Leistung, die Ihnen auch viel Geld sparen kann; es ist also nicht so, dass wir kostenlos für Sie einschätzen ob es sinnvoll ist, einen Anwalt zu beauftragen (dies wird oft angefragt) sondern vielmehr so, dass Sie Geld dafür bezahlen, von uns eine Einschätzung zu erhalten, wie sinnvoll es ist, sich (weiter) zu streiten.

Wenn Sie eine Email senden beachten Sie bitte, dass im Zweifel eine Antwort auf eine Mail bei uns immer länger dauert als ein Telefonat. E-Mails werden bei uns an Feiertagen sowie Freitags bis Sonntags grundsätzlich nicht bearbeitet und im Übrigen benötigen Antworten auf Mails bei uns 2-3 Werktage. Wir bieten keine Beratung per Mail, auch keine Terminsvergabe per Mail. Wenn es wichtig oder dringend ist rufen Sie bitte immer an!

Wir mögen keine Mails: Die Kommunikationskultur ist häufig grausam, das Verfahren ist unsicher – und was noch schlimmer ist: Mails sind erheblich Fehleranfällig. Aus dem Grund melden Sie sich immer persönlich, insbesondere wenn Fristen laufen oder wichtige Mitteilungen zu machen sind. Niemals beschränken Sie sich auf eine reine Mail!

Das Wesentliche dazu aus unserer Sicht:

  1. Mails sind fehleranfällig. Mailserver der grossen Anbieter sind mitunter so konfiguriert, dass kleinere Anbieter Probleme haben (dazu Heise.de im Dezember 2018), teilweise merkt man nicht einmal ob eine Mail zugestellt wurde oder nicht. Das Risiko, das eine wichtige Mitteilung nicht zugestellt wurde sollte allen Beteiligten zu hoch sein – nutzen Sie die Möglichkeit, uns persönlich zu erreichen und unmittelbar wichtige Mitteilungen zu übergeben.
  2. Mails sind unsicher. Es gibt die Möglichkeit Mails zu verschlüsseln, dies tut aber faktisch niemand (obwohl wir es gerne Anbieten). Mangels Signatur weiss man nie, ob die versendete Mail wirklich von dem stammt der angeblich dahinter steht – bedenken Sie bitte auch, dass wir schon erlebt haben, dass etwa Ex-Liebhaber auf Mail-Accounts unerwünscht Zugriff genommen haben, dies ist bei uns kein nur theoretisches Szenario. Wir bieten allerdings GPG-Schlüssel für verschlüsselte Kommunikation.
  3. Mails verleiten zu unsauberer Kommunikation. Mails Sonntags um 3 Uhr morgens versprechen schon selten Gutes. Allzu oft merkt man, dass Absender einfach “nur mal schnell” etwas erledigt haben wollten, da kommen dann halbgare Mails bei rum, zu denen es Rückfragen gibt (also weitere Anschlussmails) oder die so unüberlegt sind, dass man selber nach 30 Minuten eine weitere Mail hinterher schreibt mit Klarstellungen, um dann nach 60 Minuten zu schreiben, man soll die voran gegangenen Mails gleich ganz ignorieren. Dies ist alles kein zwingendes Argument gegen Mails und stark situationsabhängig – derart ärgerlicher Mehraufwand kann aber gleich vermieden werden, wenn man sich vertraulich zusammen setzt.

Hinweis: Gerade im Hinblick auf die Empfehlungen der Landesdatenschutzbeauftragten NRW empfehlen wir grundsätzlich, im Mandatsverhältnis möglichst viel unter vier Augen im persönlichen Gespräch zu kommunizieren und vom Versand sensibler Informationen per Mail abzusehen!

Ja: Wir bieten die Kommunikation per GPG verschlüsselte Mails. Auf Wunsch wird hierzu unser Schlüssel zur Verfügung gestellt.

Im Hinblick auf die Empfehlungen der Landesdatenschutzbeauftragten NRW empfehlen wir grundsätzlich, im Mandatsverhältnis möglichst viel unter vier Augen im persönlichen Gespräch zu kommunizieren und vom Versand sensibler Informationen per Mail abzusehen!

Wir sind nur ausnahmsweise bei Streitwerten unter 750 Euro tätig und vorzugsweise wenn, dann nur für Mandanten die uns schon vorher in anderer Sache beauftragt haben oder wenn eine Rechtsschutzversicherung mit Deckungszusage für diesen Streitfall existiert. Auch dies führt oft zu Missverständnissen, gerade weil manche Mandanten glauben, es geht darum, dies sei nicht “lukrativ” genug – was aber für uns keine Rolle spielt, zumal dies aus unserer Sicht bei zeitbasierten Honoraren ohnehin egal wäre. Dabei ist diese Grenze von uns nicht willkürlich gewählt sondern dient dem Interesse unserer Mandanten.

Anders formuliert steht dahinter die Überlegung: Wann lohnt sich – jedenfalls wirtschaftlich unter Zugrundelegung gesetzlicher Gebühren nach RVG – die Beauftragung eines Anwalts?

Mindestkosten eines Anwalts bei bis zu 500 Euro Streitwert

Wenn Sie sich für einen Betrag bis 500 Euro streiten steht ein Prozesskostenrisiko (bei vorheriger aussergerichtlicher Tätigkeit und Anwälten für jede Partei) von etwa 469 Euro im Raum. Egal ob 1 Euro, 10 Euro, 100 oder 499 – der Gebührenrahmen ist hier der gleiche!

Wenn Sie sich dann vergleichen entstehen Kosten insgesamt in Höhe von 506 Euro im Raum. Je nach Kostenquote die am Ende im Raum steht machen die Kosten dabei einen Grossteil dessen aus, was da eigentlich im Streit steht. Bereits hier sollten erhebliche wirtschaftliche Zweifel aufkommen, wie sinnvoll jedenfalls bis 500 Euro (dies ist der Mindeststreitwert der anzusetzen ist) überhaupt ist.

Vereinfachtes Verfahren bei bis zu 600 Euro Streitwert

Was viele Laien dann nicht wissen: Bei einem Streit bis 600 Euro kann entsprechend §495a ZPO das vereinfachte Verfahren angeordnet werden, das auch der Regelfall sein dürfte. Dieses Verfahren ist teilweise gerade was die Überzeugungsbildung des Richter angeht recht undankbar und – was noch gravierender sein dürfte – entsprechend §511 Abs.2 Nr.1 ZPO wird bei einem Streitwert bis zu 600 Euro keine Berufung im Raum stehen. Das heisst, das Verfahren läuft mitunter äusserst unbefriedigend und kann nicht einmal durch eine höhere Instanz überprüft werden. Dabei liegt dass Prozesskostenrisiko bei 600 Euro Streitwert sogar bei ca. 768 Euro (bei Vergleich liegt es bei ca. 850 Euro), das Kostenrisiko ist also deutlich höher als der Streitwert! Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Anwalt vor allem Sinn macht, wenn man über dieser Schwelle liegt.

Prozesskostenrisiko wiegt Streitwert auf bei ca. 750 Euro

Am Ende kommen wir bei einfacher Berechnung zu dem Ergebnis, dass jedenfalls bei 750 Euro wenigstens das Prozesskostenrisiko in etwa dem Streitwert entspricht und zusätzlich eine nächstinstanzliche Überprüfung im Raum steht. Tatsächlich haben wir den Betrag bereits abgerundet, erst ab 800 Euro dürfte ein wirkliches Übersteigen der Prozesskostenrisiken im Raum stehen.

Gleichwohl war es unser Ziel, eine ausgewogene Überlegung zu präsentieren zu der häufigen Frage, ab wann sich zumindest wirtschaftlich aus unserer Sicht ein Anwalt “lohnt”. Häufig kommen andere Fragen hinzu, wie persönlicher Ärger oder im Raum stehende nachfolgende Streitigkeiten – hier ist am Ende die Einzelfallbetrachtung geboten.

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Gebühren (9)

Anwaltliche Gebühren sind kein Fantasieprodukt sondern durch ein Gesetz, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, staatlich reguliert. Die Gebühren der Rechtsanwältin bzw. des Rechtsanwalts richten sich daher bei jedem ANwalt nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Das RVG sieht in vielen Bereichen die Vergütung nach dem Gegenstandswert vor (Zivilsachen), teilweise gibt es Rahmengebühren (Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht). Im gerichtlichen Verfahren spricht man dagegen vom Streitwert. Dieser wiederum ist Grundlage für die Gebührentabelle, aus der sich die Vergütung errechnet.

Die Kosten bestimmen sich insbesondere im Zivilrecht im Rahmen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes regelmässig an Hand des „Gegenstandswerts“, das ist der Betrag, um den es am Ende geht – etwa die Höhe der Summe die einfordert wird oder der Wert der Sache um die gestritten wird. Ausgewählter Überblick zu beispielhaften gesetzlichen Gebühren mit denen im Fall aussergerichtlicher Tätigkeit jedenfalls zu rechnen ist:

  • Gegenstandswert bis zu 500 Euro: 83,54 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 1000 Euro: 147,56 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 2000 Euro: 255,85 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 2500 Euro: 334,75 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 3500 Euro: 413,64 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 4500 Euro: 492,54 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 5500 Euro: 571,44 € (inkl. USt.)

Die Erstberatung stellt ein allererstes Beratungsgespräch eines Anwalts mit seinem Mandanten dar. Der Bundesgerichtshof (I ZR 137/05) hat dabei klargestellt, Erstebratung sei “eine pauschale, überschlägige Einstiegsberatung. Dazu gehört nicht, dass sich der Rechtsanwalt erst sachkundig macht oder dass er die Erstberatung schriftlich zusammenfasst”. Auf diesem Weg erhalten Mandanten eine rechtliche und taktische Einschätzung ihrer Rechtssituation mit entsprechender Handlungsempfehlung, ohne dass es zu sehr in die Tiefe geht.

Gemäßt §34 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gilt für eine Erstberatung: “für ein erstes Beratungsgespräch beträgt die Gebühr jedoch höchstens 190 Euro.”.

Beachten Sie, dass bei Unternehmen eine Abrechnung auf Basis einer Erstberatung in unserer Kanzlei nur Ausnahmsweise in Betracht kommt, insbesondere nicht im IT-Recht und dem gewerblichen Rechtsschutz (Urheberrecht, Markenrecht und Wettbewerbsrecht). In diesen Bereichen werden Einschätzungen nur bei Beauftragung unter Vereinbarung  eines zeitbasierten Honorars erteilt.

Unter Berücksichtigung unserer laufenden Kosten bieten wir Stundenhonorare ab 160 Euro (inkl. USt.). Ein niedrigeres Stundenhonorar ist in unserer Kanzlei schlichtweg nicht möglich, die konkrete Höhe wird im Einzelfall festgelegt. Bedenken Sie bitte, dass die stundenweise Abrechnung erst auf Wunsch vereinbart wird, die Abrechnung der Gebühren nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz sind bei uns der Regelfall – gerade in Verbraucherangelegenheiten. Lassen Sie sich von (scheinbar) hohen Stundensätzen nicht abschrecken, vereinbaren Sie einen Termin, wir beraten offen hinsichtlich der Kosten, die zudem bei RVG-Abrechnung im Zivilrecht im Vorhinein auch von Ihnen berechnet werden können!

Der Klassiker: “Der Anwalt hat nur einen Brief geschrieben”, “der Gerichtstermin dauerte nur 20 Minuten” oder “Der Vertrag hatte nur zwei Seiten” – und jetzt will der Anwalt nicht nur Geld, sondern auch noch “viel Geld”.

Nun, losgelöst davon dass die anwaltlichen Gebühren gesetzlich reguliert sind in Deutschland – Sie sollten hier die Zusammenhänge sehen und erkennen, dass Ihr Anwalt hier mit Hintergrund arbeitet:

  • Es mag nur ein Brief gewesen sein, doch dieser Brief kommt zu Stande, weil Ihr Anwalt Fortbildungen besucht, teures Geld für Literatur wie Fachzeitschriften ausgibt und die Zeit aufbringt, dies auch zu lesen. All dies fliesst in die anwaltlichen Gebühren ein und wer nur auf den Umfang des Ergebnisses blickt denkt eher kindlich als angemessen.
  • Gerade bei Verträgen zeigt sich oft eine gewisse Kurzsichtigkeit: Ein guter Vertrag ist auf das Notwendige beschränkt, beinhaltet aber alles Wesentliche. Während der Anwalt Rechtsprechung zu berücksichtigen hat auf Basis der Interessen die Sie mitteilen ist der Vertrag bei Ihnen als Unternehmer Kern Ihrer Umsätze: Sämtliche Umsätze basieren auf Ihren Verträgen, bei Fehlern drohen Schadensersatzzahlungen und Abmahnungen, ggfs. Rückabwicklungen mit Kunden. Wer Jahr für Jahr Umsätze machen möchte mit seinen Verträgen, von denen er und sein Unternehmen leben möchte, dann aber Geizig ist bei der Bezahlung eines Fachmanns, der spart schlichtweg an der falschen Stelle.

Zu guter Letzt denken Sie daran, dass wir als Rechtsanwälte Zeit aufbringen – und aus gutem Grund eben diese Zeit zu vergüten ist. Ein Mandat mit Gegenstandswert bis 500 Euro bedeutet beispielsweise ca. 80 Euro brutto Umsatz. Nach Steuern (Umsatz und Einkommensteuer) und laufenden Bürokosten (die Kostenquote, also der Anteil der Bürokosten an den Umsätzen, liegt selbst  in kleinen Kanzleien im Schnitt um die 50%!) verbleibt hiervon dem Anwalt am Ende im Schnitt etwa ein Viertel, also gut 20 Euro. Wenn Sie dann auch noch mehr als eine Stunde arbeiten sinkt der Stundenlohn des Anwalts bald auf einen Betrag unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns. Zwischen Umsatz und tatsächlichem Verdienst liegt mitunter ein Verlust von 75%, was bei den Gebühren nach Außen dann erheblich durchschlagen muss. 

Unsere Kanzlei bietet keine kostenlose Ersteinschätzung, kostenfreie Einschätzungen zu den Erfolgsaussichten “vorab” oder sonstige kostenlose Leistungen. Dies führt mitunter zu Missverständnissen und Diskussionen, weswegen wir dazu gerne ein paar Sätze erklären.

Als erstes sind wir Dienstleister, die vorwurfsvolle Frage, warum wir nicht kostenlos arbeiten empfinden wir bereits als despektierlich. Darüber hinaus ist die Beratung unsere eigentliche Leistung: Wenn wir hierfür kein Geld verlangen, können wir schlichtweg keine Umsätze erzielen. Dabei haben wir erhebliche Ausgaben, die auch Laien nicht sofort sehen, nicht nur für Büro und Angestellte, auch für Fachzeitschriften und Fortbildungen.

Was viele Menschen übersehen, auch weil oft kein Gespür hierfür existiert: Bei der anwaltlichen Leistung geht es um keinen Werkvertrag. Wir versprechen keinen Erfolg, etwa einen gewonnen Prozess, sondern bieten die Dienstleistung, auf fachlicher rechtlicher Expertise eine Risikoeinschätzung eines kostenintensiven Streits vorzunehmen. Die Bewertung der Frage, ob und in welchem Umfang Erfolgsaussichten bestehen ist dabei gerade unsere Leistung, die Ihnen auch viel Geld sparen kann; es ist also nicht so, dass wir kostenlos für Sie einschätzen ob es sinnvoll ist, einen Anwalt zu beauftragen (dies wird oft angefragt) sondern vielmehr so, dass Sie Geld dafür bezahlen, von uns eine Einschätzung zu erhalten, wie sinnvoll es ist, sich (weiter) zu streiten.

Bei Fragen vorab zur Gebührenberechnung und der Gebührenhöhe finden Sie im Internet diverse RVG-Rechner, so beispielhaft unter

Beachten Sie bitte, dass die Gebühren vom Einzelfall abhängen, derartige Rechner sind nur geeignet, einen grundsätzlichen Überblick zu entstehenden Gebühren an Hand von Streitwerten schaffen.

Wenn Sie kein oder ein geringes Einkommen haben sind Sie nicht ohne Beratung! Es gibt die Beratungshilfe für aussergerichtliche Vertretung und dann die Prozesskostenhilfe (PKH) im Fall gerichtlichen Streits. Wir sind in ausgewählten Fällen auf Basis von PKH tätig und Beraten Sie, wenn Sie sich einen Beratungshilfeschein bei dem Gericht an Ihrem Wohnort geholt haben.

Bitte beachten Sie: Wir beantragen ausnahmslos keinen Beratungshilfeschein für Sie, hierzu sind wir auch nicht verpflichtet (§16a Abs.2 der Berufsordnung für Rechtsanwälte). Hintergrund ist, dass wir ständig das Problem hatten, dass uns Menschden um Hifle gebeten haben, dann aber nicht mitgewirkt haben bei den Unterlagen zur Beantragung der Beratungshilfe. Heute möchten wir daher, dass Sie sich selber vorab um einen Beratungshilfeschein kümmern – damit sind sowohl Sie als auch wir auf der sicheren Seite.

Links zu Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe:

Zugehörige Downloads

  • pdf 2016_08_08_Folder 6seiter Beratungshilfe DIN lang_geschützt
    Broschüre des Landes NRW 2016: "Bürgerinnen und Bürger, die die Kosten einer Rechtsberatung außerhalb von gerichtlichen Verfahren nicht aufbringen können, haben die Möglichkeit Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Dieser Flyer informiert Sie u.a. über Voraussetzungen und die Beantragung."
    Dateigröße: 775 KB Downloads: 133
  • pdf Flyer PKH - Internetversion - September 2018
    Broschüre des Landes NRW 2018: "Der Flyer informiert über die persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Bewilligung von Prozesskostenhilfe mit bzw. ohne Ratenzahlung, den Antrag sowie die Vorteile einer Schlichtung."
    Dateigröße: 886 KB Downloads: 113
  • pdf Beratungs_PKH
    Broschüre des BMJ: Beratungs- und Prozesskostenhilfe Stand: 1. Januar 2017 Das Beratungshilfegesetz sichert Menschen mit niedrigem Einkommen gegen eine geringe Eigenleistung Rechtsberatung und Rechtsvertretung außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens und im so genannten obligatorischen Güteverfahren zu. Wenn die Bemühungen um eine außergerichtliche Einigung scheitern und ein Gericht mit der Sache befasst werden muss, kann Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden.
    Dateigröße: 3 MB Downloads: 116

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass bei einer Rechtsschutzversicherung der Anwalt nicht bezahlt werden muss oder nichts kostet – was teilweise auch an der Werbung mancher Versicherer liegt. Tatsächlich ist es mit einer Rechtsschutz so, wie sie es vielleicht von einer privaten Krankenversicherung kennen: Sie sind der Auftraggeber und damit der Kostenschuldner, also auch der Rechnungsempfänger.

In unserem Büro bieten wir aus Kulanz in vielen Fällen eine unmittelbare Abrechnung mit dem Rechtsschutzversicherer an – dabei handelt es sich hier aber um eine weitere Tätigkeit, die bereits gerne übersehen wird. Dabei hat der Anwalt die Wahl, ob er mit dem Versicherer direkt abrechnet, oder mit Ihnen damit Sie dann (also ebenso, wie bei einer privaten Krankenversicherung) die Rechnung des Anwalts bei dem Versicherer zur Rückerstattung einreichen.

Wenn der Rechtsschutzversicherer zudem plötzlich doch nicht zahlt oder eine Selbstbeteiligung vereinbart ist, dann kommt in jedem Fall eine zu begleichende Rechnung an den Auftraggeber. Insbesondere ist es nicht so, dass wenn die Rechtsschutz doch nichts zahlt, in diesen Fällen dann der Anwalt auch bei Ihnen nichts abrechnet, die Tätigkeit für Sie also “kostenlos” war. Ihr Rechtsschutzversicherer ist Ihr Risiko, nicht das des Anwalts!

Wir sind nur ausnahmsweise bei Streitwerten unter 750 Euro tätig und vorzugsweise wenn, dann nur für Mandanten die uns schon vorher in anderer Sache beauftragt haben oder wenn eine Rechtsschutzversicherung mit Deckungszusage für diesen Streitfall existiert. Auch dies führt oft zu Missverständnissen, gerade weil manche Mandanten glauben, es geht darum, dies sei nicht “lukrativ” genug – was aber für uns keine Rolle spielt, zumal dies aus unserer Sicht bei zeitbasierten Honoraren ohnehin egal wäre. Dabei ist diese Grenze von uns nicht willkürlich gewählt sondern dient dem Interesse unserer Mandanten.

Anders formuliert steht dahinter die Überlegung: Wann lohnt sich – jedenfalls wirtschaftlich unter Zugrundelegung gesetzlicher Gebühren nach RVG – die Beauftragung eines Anwalts?

Mindestkosten eines Anwalts bei bis zu 500 Euro Streitwert

Wenn Sie sich für einen Betrag bis 500 Euro streiten steht ein Prozesskostenrisiko (bei vorheriger aussergerichtlicher Tätigkeit und Anwälten für jede Partei) von etwa 469 Euro im Raum. Egal ob 1 Euro, 10 Euro, 100 oder 499 – der Gebührenrahmen ist hier der gleiche!

Wenn Sie sich dann vergleichen entstehen Kosten insgesamt in Höhe von 506 Euro im Raum. Je nach Kostenquote die am Ende im Raum steht machen die Kosten dabei einen Grossteil dessen aus, was da eigentlich im Streit steht. Bereits hier sollten erhebliche wirtschaftliche Zweifel aufkommen, wie sinnvoll jedenfalls bis 500 Euro (dies ist der Mindeststreitwert der anzusetzen ist) überhaupt ist.

Vereinfachtes Verfahren bei bis zu 600 Euro Streitwert

Was viele Laien dann nicht wissen: Bei einem Streit bis 600 Euro kann entsprechend §495a ZPO das vereinfachte Verfahren angeordnet werden, das auch der Regelfall sein dürfte. Dieses Verfahren ist teilweise gerade was die Überzeugungsbildung des Richter angeht recht undankbar und – was noch gravierender sein dürfte – entsprechend §511 Abs.2 Nr.1 ZPO wird bei einem Streitwert bis zu 600 Euro keine Berufung im Raum stehen. Das heisst, das Verfahren läuft mitunter äusserst unbefriedigend und kann nicht einmal durch eine höhere Instanz überprüft werden. Dabei liegt dass Prozesskostenrisiko bei 600 Euro Streitwert sogar bei ca. 768 Euro (bei Vergleich liegt es bei ca. 850 Euro), das Kostenrisiko ist also deutlich höher als der Streitwert! Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein Anwalt vor allem Sinn macht, wenn man über dieser Schwelle liegt.

Prozesskostenrisiko wiegt Streitwert auf bei ca. 750 Euro

Am Ende kommen wir bei einfacher Berechnung zu dem Ergebnis, dass jedenfalls bei 750 Euro wenigstens das Prozesskostenrisiko in etwa dem Streitwert entspricht und zusätzlich eine nächstinstanzliche Überprüfung im Raum steht. Tatsächlich haben wir den Betrag bereits abgerundet, erst ab 800 Euro dürfte ein wirkliches Übersteigen der Prozesskostenrisiken im Raum stehen.

Gleichwohl war es unser Ziel, eine ausgewogene Überlegung zu präsentieren zu der häufigen Frage, ab wann sich zumindest wirtschaftlich aus unserer Sicht ein Anwalt “lohnt”. Häufig kommen andere Fragen hinzu, wie persönlicher Ärger oder im Raum stehende nachfolgende Streitigkeiten – hier ist am Ende die Einzelfallbetrachtung geboten.

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