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Radweg: Dem Sicherheitsbedürfnis eines Inline-Skaters muss nicht Rechnung getragen werden

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Das unterhaltspflichtige Bauamt muss auf einem Fuß- und Radweg nicht den besonderen Sicherheitsbedürfnissen von Inline-Skatern Rechnung tragen.

Mit dieser Begründung wies das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz die Schmerzensgeldklage eines Inline-Skaters gegen das Land Rheinland-Pfalz ab. Der Inline-Skater hatte auf einem Fuß- und Radweg Glasscherben überfahren, die vom Blütenstaub neben dem Weg stehender Pappeln verdeckt waren. Als sich Scherben zwischen den Rädern verkeilten, stürzte er und brach sich u.a. einen Brustwirbel.

Das OLG konnte eine Verletzung der „Verkehrssicherungspflicht“ des beklagten Landes nicht erkennen. Nach seiner Ansicht war es nicht erforderlich, den Weg häufiger zu reinigen oder in der Zeit der Pappelblüte ganz für den Verkehr zu sperren. Eine derartig strenge Kontrolle war dem Land nicht zumutbar. Dies galt umso mehr, da der Zustand des Wegs für Fußgänger oder Radfahrer keine besondere Gefahr darstellte. Der Inline-Skater durfte auch keine bessere Bodenbeschaffenheit erwarten als die übrigen Verkehrsteilnehmer. Er hätte vielmehr sein Fahrverhalten an die Gegebenheiten anpassen müssen. Das Risiko war für ihn erkennbar: Er hatte gesehen, dass der Weg teilweise mit Blütenstaub bedeckt war, unter dem sich auch andere Kleinteile befinden konnten (OLG Koblenz, 1 U 1100/02).

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Von Anwaltskanzlei Ferner Redaktion

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