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Zivilrecht & ZPO

Parkett: Starker Lösungsgeruch ist ein Mangel

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf: 02404 92100

Geht von einer Parkettversiegelung monatelang ein starker Lösungsmittelgeruch aus, ist dies ein Mangel der Ausführung. Das gilt selbst, wenn keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind und die festgelegten Schadstoffbelastungskennzahlen nicht überschritten werden.

Mit dieser Entscheidung gab das Oberlandesgericht (OLG) Köln der Klage eines Hauseigentümers gegen einen Unternehmer statt und verurteilte diesen zu Schadenersatz. Das OLG machte deutlich, dass bei üblicher Belüftung normalerweise nach zwei bis drei Wochen, spätestens aber nach zwei bis drei Monaten kein störender Lösungsmittelgeruch einer Parkettversiegelung mehr wahrgenommen werden kann. Eine darüber hinausgehende Geruchsbelästigung ist unüblich und für den Hauseigentümer daher unzumutbar. Das OLG verurteilte den Unternehmer deshalb zum Ersatz der Kosten einer Neuversiegelung. Darüber hinaus musste er dem Hauseigentümer Entschädigung für die eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit der Wohnung leisten: Schlaf- und Wohnzimmer sind von zentraler Bedeutung für die Nutzbarkeit einer Wohnung. Wird deren Nutzung durch die Geruchsbelästigung gravierend eingeschränkt, verpflichtet dies zur Nutzungsentschädigung (OLG Köln, 3 U 66/02).

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Von Rechtsanwalt Dieter Ferner

Rechtsanwalt Dieter Ferner ist Fachanwalt für Strafrecht und Anwalt in der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf. Spezialgebiete von RA DF: Verkehrsstrafrecht, Kapitalstrafsachen, Drogendelikte, Sexualstrafrecht und Arbeitsstrafrecht.

Unsere Rechtsanwälte sind spezialisiert auf Strafverteidigung im gesamten Strafrecht und IT-Recht, speziell bei Softwarerecht, DSGVO & IT-Vertragsrecht - mit ergänzender Tätigkeit im Arbeitsrecht sowie im digitalen gewerblichen Rechtsschutz. Sie möchten unseren News folgen:  Wir bieten einen Telegram Kanal sowie ein LinkedIn-Profil.