Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Ihr Rechtsanwalt in Alsdorf, Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf

Vorstellung: Jura-Kalender 2009

Anwaltliche Beratung gewünscht? Vereinbaren Sie einen Termin unter 02404-92100!

Der C.F.Müller Verlag hat mir was geschickt: Den neuen „Jura-Kalender 2009“. Nicht ganz uneigennützig, man hofft, dass ich dazu ein paar Zeilen schreibe – was ich auch gerne mache, schliesslich stelle ich gerne mal Produkte ausserhalb des Bücherregalsvor.

Der Verlag schreibt es selber: Es geht um Kurzweil; Es ist ein kompakter Abreiß-Kalender (Grösse: halbe Din-A5 Seite) wie man ihn kennt. Solide gearbeitet, Zwei-Farbdruck (Dunkles Rot und Schwarz) und bietet für jeden Tag etwas juristisches. Mal zum Nachdenken, mal was kurioses. Eine bunte Mischung aus Fragen, lateinischen Begriffen bzw. Sätzen und oskuren Geschichten.

Der Kalender ist ein Gimmick, ein Spaß-Objekt, bestenfalls ein Accessoire – auf keinen Fall natürlich etwas Nötiges. Dennoch eine nette Idee, wenn man eine Kleinigkeit zum Studium schenken möchte und insofern war es mir hier auch einen Hinweis wert.

Kleine Kritik: Die Internetadressen, die am 20.4.09 gezeigt werden (3 Stück, allesamt vom Verlag) sind etwas lieblos. Da gehören ein paar mehr hin, ich empfehle Jurablogs.com; Dass in den Kalender auch Eigenwerbung gehört ist klar und verständlich, ich möchte da auch nicht zu viel Kritik üben, doch ein paar weitere Adressen wären schon angebracht. Vielleicht wird mein Hinweis mit Jurablogs ja aufgenommen :)

Alles in allem ist es eine nette Geschichte; Ich selbst würde mir sowas nicht selber kaufen, als Geschenk würde ich mich aber darüber freuen – und so ist es wohl auch am besten zu verstehen.
Wenn demnächst die Massen von Erstsemestern in die Fakultäten einfallen und vorher beschenkt werden sollen, kann ich daher diesen Kalender durchaus empfehlen – an zweiter Stelle. An erster Stelle steht definitiv weiterhin das Skript „500 Spezialtipps für das Jura-Studium“ von Niederle. Das aber, wenn man es nicht geschenkt bekommt, sollte man sich dann definitiv selber kaufen.

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner

Fachanwalt für IT-Recht bei Anwaltskanzlei Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, berät Sie im gesamten Strafrecht, Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, gewerblichem Rechtsschutz und IT-Recht.

Kontakt zur Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf aufnehmen
Rechtsanwalt Jens Ferner
Kurz-URL:

Veröffentlicht von

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner

Rechtsanwalt in Alsdorf insbesondere zum: Strafrecht, Verkehrsrecht, Wettbewerbsrecht, IT-Recht samt Urheberrecht & Markenrecht, Vertragsrecht und Arbeitsrecht.

Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, berät Sie in sämtlichen medienrechtlichen und strafrechtlichen Fragen. Hierbei mit Schwerpunkten im Strafrecht, Wettbewerbsrecht, Urheberrecht, Datenschutzrecht, Arbeitsrecht und (IT-)Vertragsrecht samt Softwarerecht und AGB.

4 Gedanken zu „Vorstellung: Jura-Kalender 2009“

  1. Ich persönlich kann den „500 Spezialtipps für das Jura-Studium“ nicht all zu viel abgewinnen. Es besteht zum größten Teil nur aus einer riesigen Quellenliste, die gerade für Anfänger vor und während des ersten Semesters kaum von Bedeutung ist. Die tatsächlich brauchbaren Tipps beschränken sich auf einige wenige.

    Viel empfehlenswerter wären da doch Bücher, wie z.B. „Jurastudium erfolgreich“ von Barbara Lange oder „Lernprofi Jura“ von Münchhausen/Püschel. Ersteres wegen des vorbildlichen Plans für das Studium (den wohl nur wenige Studierende einhalten), letzteres wegen durchaus interessanter Lerntechniken.

    Nun noch ein Wort zum Kalender: Er ist mit € 12,95 nicht gerade teuer und durchaus etwas, was man sich auch selbst kaufen darf. Denn wenn die eigenen Freunde nicht in einer Stadt leben, deren Universität Jura anbietet, wird man lange auf ein solches Geschenk warten dürfen. In einer üblichen Buchhandlung wird der Kalender wohl nicht zu finden sein. Und besser als der Harald-Schmidt-Kalender, den ich dieses Jahr um sein Blattwerk erleichtere, wird er allemal sein.

  2. Ich habe den 500 Tipps zwei Dinge abgewinnen können:

    1) Die Absolution nicht immer in der Vorlesung sitzen zu müssen
    2) Die Quellenliste

    Aber eben (2) ist sehr streitbar – ich lese ja offensichtlich gerne Aufsätzein Zeitschriften, daher ist es für mich genial gewesen. Wer das nicht mag und lieber auf möglichstkurze Erörterungen in Skripten setzt, für den ist das natürlich nichts. Andererseits: In jeder Hausarbeit ist es ein ideales Verzeichnis für Fundstellen zum jeweiligen Thema.

    Ich verstehe das Problem aber sehr gut, wundere mich auch gerade: Ich hatte eine Rezension dazu schon geschrieben. Scheinbar existiert die nicht mehr, wird Zeit das nochmals zu machen.

    Und danke für die Erinnerung, den „Lernprofi Jura“ wollte ich mir unbedingt ansehen wenn ich wieder Luft habe. Ich muss mal sehen ob ich den in der Bücherei bekomme.

  3. Nun ja, ich möchte gerne noch etwas zu der Lehrbuch-Skript-Aufsatz-etc.-Problematik anmerken. Ich denke, ich stelle keine falschen Behauptungen auf, wenn ich sage, dass die meisten Studierenden in erster Linie mal versuchen müssen, mit dem Stoff klarzukommen. Im ersten Semester klebt man (leider) noch sehr an den Lippen des Professors. Man kauft auf Anraten jener verschiedenste teure Lehrbücher, um das Rechtsgebiet aus möglichst vielen Blickwinkeln zu beleuchten. Doch was hier oft zu kurz kommt, ist der kleine Unterschied: Für Professoren mögen Lehrbücher das einzig Wahre sein — sie müssen sich in der Regel mit nur einem der drei (zwei) großen Rechtsgebiete befassen und für sie ist der Stoff klar und durchschaubar. Das heißt: alles unter Lehrbuchniveau ist für sie vollkommen langweilig. Der Studierende hingegen muss zunächst ein mal lernen, die Zusammenhänge zu verstehen. Ein Lehrbuch, welches sich in den kleinsten Detailproblemen verheddert, ist hier vollkommen fehl am Platze. Zuvorderst muss der Studierende sich einen Überblick verschaffen, und das geht am besten mit Skripten. Doch auch die sind stellenweise schon zu detailliert, so dass nicht mehr auf den ersten Blick erkennbar ist, was wirklich immanent wichtiger Stoff ist, und was Detailwissen. Daher sei dem Anfänger eher geraten, sich erst mal mit den kleinen Niederleskripten einen Überblick zu verschaffen, dann mit den größeren Skripten (Alpmann-Schmidt, Hemmer) und dann erst mit Lehrbüchern. Was allerdings von Anfang an mit von der Partie sein sollte, ist ein Studienkommentar (Joecks im StGB, Kropholler im BGB, etc.). Denn diese zeigen dem Studierenden kurz und knapp, wo die Probleme im Rechtsgebiet liegen und zwar ohne erst großartig auf Fundstellen zu verweisen, wie andere Kommentare. Letztere sind dann ja erst in der Hausarbeit nötig oder wenn in Ausnahmefällen — wie bei dir, Jens ;-) — ein Interesse an vertieftem Lesen in Aufsätzen besteht. Das kann man (leider?) bei vielen Studierenden nicht voraussetzen. Das allgemeine Interesse ist zwar löblich, aber auch als fleißiger Student darf man sich am Ende nicht in Details verrennen und nur die Theorie lernen — sonst weiß man schließlich nicht, wie man die Brötchen auch wirklich backt. Also: Fälle, Fälle, Fälle.

    Zu „Lernprofi Jura“ sei noch gesagt: Schau es dir mal an. Es ist leider in Hinblick auf das reformierte Jura-Studium etwas veraltet, aber die Lernhinweise zur Stoffaufbereitung sind interessant. So wird z.B. zu einem Baukastenlernen geraten, welches ich persönlich sehr anschaulich finde, das aber leider an vielen Universitäten nicht ein mal angesprochen wird. Ich freue mich schon auf einen dazugehörigen Artikel!

  4. Ich habe für mich eine Dreiteilung finden können, die ich am Beispiel Strafrecht AT aufzeige: Es gibt Lehrbücher (Roxin), Lernbücher (Wessels) und Skripte (Hemmer, AS, Abels). Das, was für mich ein Lehrbuch ist, kann ich nicht anraten; Für Anfänger ist es viel zu schwierig, Fortgeschrittene brauchen es nur, um einzelne Meinungen zu vertiefen.

    Skripten sind für mich ein zweischneidiges Schwert: Einerseits finde ich sie selber gut (Hey, ich bin auch beim Rep ;) ). Als ich aber Anfänger war und es mit Alpmann & Co. probiert habe, habe ich noch weniger verstanden als mit dem Wessels – außerdem haben die konzentrierten Skripte jedenfalls bei mir dazu geführt, dass ich wichtige Meinungen ständig überlesen habe (anfangs, als ich noch gar nichts wusste zum jeweiligen Gebiet).

    Daher habe ich mich irgendwann entschieden, mit Lernbüchern zu arbeiten. Die Skripte beim Rep nutze ich, um gezielt Stoff zu wiederholen und die „essentialia“ auswendig zu beherrschen.

    Bei Profs darf man aber nicht so hart sein: Letztens hat einer in seiner Übung offen aufgerufen, entweder mit dem Detterbeck oder den AS-Skripten zu arbeiten. Ich glaube, da ändert sich langsam so manches.

    Auf den Baukasten bin ich gespannt, für mich waren schon die Lerneinheiten eine erhebliche Erleichterung :)

Kommentare sind geschlossen.