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Rezension: Recht der Ordnungswidrigkeiten

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Ich habe mir, nach den letzten Wochen in denen es nur um Strafrecht ging, nochmal ein Buch zu einem Thema mit etwas Praxis-Relevanz gegönnt: Das Recht der Ordnungswidrigkeiten von Wolfgang Mitsch. Ein Buch, dass sich durchweg gelohnt hat – aber: Den grössten Nachteil muss der Autor selbst einräumen.

Ordnungswidrigkeiten gibt es täglich zu Hauf, nicht nur, aber für den Normalbürger vor allem im Verkehrsrecht. Dementsprechend oft wird man, wenn man als (angehender) Jurist auf Partys geoutet wurde, wegen so was angesprochen. Im Regelfall wird man dann kaum was sagen können: Wir lernen im Regelstudium kaum was zu dem Thema. Hier kam auch meine Motivation auf, dieses Buch zu kaufen – ich erhoffte mir ein paar Informationen die im Alltag wertvoll sein könnten. Einfach mal etwas zu lernen, was ich mit der Lebenswirklichkeit in Einklang bringen kann.

Das Buch hat mich hier nicht enttäuscht: Neben den Grundlagen in Teil 1, folgen Ausführungen zur Ordnungswidrigkeit (Teil 2), zur Sanktion (Teil 3) und dem Verfahren (Teil 4). Damit bietet das durchaus griffige Buch alles in kompakter Form, was man als Einstieg braucht.

Es ist definitiv ein Lernbuch: Es gibt Kontrollfragen, ausgesuchte Literaturverweise und eine wahre Fülle an Beispielen, die die Ausführungen bildhaft untermauern. Der Schreibstil ist veständlich, von dogmatishen Erwägungen bleibt man verschont. Die Zielgruppe liegt auf der Hand: Der Student, der einen schnellen und schmerzlosen Einstieg sucht.

Inhaltlich erscheint mir das Werk umfassend, dabei muss ich zum Thema sagen, dass ich überrascht war: Es gibt im OWI-Recht einige Kniffe, die mir so in der Tat nicht bekannt waren. Ich denke etwa an die Versuchsproblematik, die ich in dieser Form nicht erwartet hatte. Dazu kommt, dass durch die übergreifende Thematik (Strafrecht/Ö-Recht) das Thema sehr abwechslungsreicht ist und -auch wenn nicht Teil des Lehrplans- wirklich sehr schön zu lesen ist.

Das wahre Manko wurde von mir schon angesprochen, auf dem Umschlag des Buches ist es aber auch zu lesen:

Das Ordnungswidrigkeitenrecht wird als Randfach des Strafrechts in Lehre und Studium immer noch unterschätzt.

Oder mal deutlich: Es spielt im Studium kaum eine Rolle, man braucht es nicht. Das ist sicherlich schade, aber eben Fakt – somit wird sich jeder selbst die Frage stellen müssen, ob er das Buch nun lesen möchte oder nicht. Viele werden sich sicherlich dagegen entscheiden, ich hoffe, ich habe deutlich gemacht, dass man somit ein interessantes Thema verpasst.

Die Jurakopf-Einschätzung

Ein sehr gutes Buch, dass ein interessantes Thema sehr griffig transportiert. Ein Blick ist empfehlenswert, zumal es sich um ein Rechtsgebiet mit hoher Praxisrelevanz handelt. Andererseits (von Schwerpunktbereichen vielleicht abgesehen) ist es kein Pflichtfach, wer es weglässt wird es überleben.

Einen generellen Einstieg in das Thema bietet Wolfgang Mitsch in der JA/2008 auf den Seiten 241 und 409. ich rate auf jeden Fall jedem, sich das zu kopieren und zu lesen – Basics im OWiG gehören schon zum Studium, gerade um die etwas komplizierteren Fälle im Ö-Recht besser zu verstehen.

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