Kurz vorgestellt: Fundus 2008

Rechtsanwalt Jens Ferner – Strafverteidiger & Fachanwalt für Informationstechnologierecht: Ihr Anwalt in Alsdorf für die Region Aachen, Heinsberg & Düren. Neben einem Schwerpunkt im Strafrecht & IT-Recht wird die zivilrechtliche Bearbeitung geboten im Arbeitsrecht, IT-Recht, Urheberrecht & Markenrecht, Erbrecht & Vertragsrecht. Dabei wird eine umfassende Betreuung von Handwerkern geboten.

Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100

Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail anbieten und dass wir nicht tätig sind, wenn sich Gerichtsstand oder Auftraggeber ausserhalb der Regionen Aachen, Heinsberg, Düren, Düsseldorf oder Köln befinden.

Ich habe mir den „Fundus 2008“ bestellt – wobei ich eine teilweise falsche Erwartungs hatte, was aber mein Fehler war. Insgesamt ist es eine, speziell für die Examenszeit, interessante Idee, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Der „Fundus“ ist ein Produkt des Thollverlags, und verspricht eine Referenz-Sammlung von etwa 1.700 Klausuren, Hausarbeiten und Aktenvorträgen aus den Jahren 1994 – 2008. Dabei ist dieses Buch eine Referenz zu den Ausbildungszeitschriften (JA, JuS, JURA) und listet, thematisch sortiert und mit Stichwortverzeichnis, alle dort seit 1994 besprochenen Klausuren auf.

Mein Fehler war übrigens, dass ich zuerst dachte, hier wären auch Verweise zu Aufsätzen enthalten – was leider nicht der Fall ist. Der Eindruck wird aber auch nirgendwo erweckt, so dass man keinen Vorwurf machen kann. Ich weise hier nur nochmals darauf hin.

Die Klausuren sind in die Themen Zivilrecht, Strafrecht, Ö-Recht eingeteilt, sodann nach Jahreszahl. Jede Klausur (es sind auch Hausarbeiten erfasst) ist im Schwierigkeitsgrad bewertet (1 oder 2 Sternchen), es gibt einen Hinweis ob es eine Klausur oder Hausarbeit ist (H oder K) und im Folgenden Stichworte zum Inhalt der Arbeit.

Wer nun befürchtet, man würde einen Wust von Informationen haben und die Arbeit zum eigenen Thema ist nur schwer zu finden: Falsch. Im Anschluss findet sich ein Stichwort-Verzeichnis, das sehr umfassend ist und dabei hilft, zielgerichtet die Klausuren zu finden, die man braucht.

Interessant ist die Update-Funktion: Im Buch findet sich ein Code, den man per Mail an die angegebene Mail-Adresse schickt. Man erhält als Antwort dann einen Zugangscode, mit dem man sich Updates zum Buch kopieren kann. Die Bearbeitungszeit war schnell: Gestern Abend um 22h gemailt, heute morgen um 9h war die Mail schon da.

Anmerkung: Kritisch hat mich gestimmt, dass die Webseite wohl einige Zeit nicht mehr gepflegt wurde – es ist noch immer ein Text zu lesen „ab November auch als eBook“. Die Mail-Anfrage, wann das ebook erscheint, wurde nicht beantwortet. Die Aktualisierungen stehen als PDF bereit, wobei vom Juli 07 bis zum Juli 08 keine erschienen sind, ebenfalls im November und Dezember 08. Das Jahr 2009 ist schon gar nicht mehr aufgelistet.

Die Jurakopf-Einschätzung

Insgesamt überzeugt das Werk, es liegt an jedem selbst, einzuschätzen, ob man es braucht: Wer neben den Klausurenkursen die man sich ohnehin anschafft noch Klausuren vom Repetitor hat, wird erstmal abgeneigt sein. Speziell AGs, die sich ohne Rep vorbereiten möchten, sind aber eine klare Zielgruppe.

Wichtig ist auch, zu bedenken, ob man selbst wirklich ins Seminar geht um sich die Klausuren zu kopieren oder ob man dann doch zu faul dazu ist. Speziellen Reiz hat das Werk natürlich bei denen, die wie ich, Ausbildungszeitschriften zu Hause stehen haben. Allerdings muss man als Eigentümer der JuS an das JuS-Tutorium und die JuS-Lernbögen denken. Wer also nur mit der JuS arbeitet (was angesichts von JuS-Direkt ja gut möglich ist), der kann sich wohl das Werk sparen.

Auch muss man natürlich etwas filtern: Eine AGBG-Klausur aus dem Jahr 1996 ist heute nur bedingt hilfreich – auch wenn die Regelungen des AGBG nahezu im gleichen Wortlaut im BGB gelandet sind.