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Nikolaus Forgó: IT-basiertes juristisches Arbeiten

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In der aktuellen JA für Erstsemester ist ein Artikel von Prof. Nikolaus Forgó zum Thema „Recht im Internet“. Nachdem ich bei einem ähnlichen Aufsatz in der letzten ZJS ein wenig geätzt habe, muss ich hierzu ebenfalls was schreiben. Und Glückwünsche an Jurabilis aussprechen.

Hinweis: Das Erstsemesterheft der JA werde ich, so wie ich das bei der JuS schon getan habe, natürlich noch ausführlich besprechen. Vorab schon: In der Tat gefällt es mir inhaltlich etwas besser.

Eines muss am Anfang klar gestellt werden: Dass „Jurakopf“ in der JA nicht erwähnt wird, selbst nach der Auszeichnung auf dem EDV-Gerichtstag, war mir klar. WK ist ja inzwischen auch der einzige Verlag zu dem ich gar keinen Kontakt habe – deswegen bin ich aber nicht kritischer als sonst. Also bitte keine infamen Unterstellungen ;) Zumal auch WoltersKluwer sich ärgern wird: Der Autor verweist etwa auf Gesetze-im-Internet.de und nicht das vergleichbare Angebot http://www.meinegesetze-online.de/ von WoltersKluwer, das ich sogar ansprechender finde.

Zuerst mal muss ich zu dem Aufsatz eines sagen: Schön gemacht. Er ist kurz und verständlich, bietet eine Fülle an interessanten Domains und tut, was bei dem Artikel zur ZJS hier auf Jurakopf heftig diskutiert wurde: Er verweist auch auf Blogs.

Im Abschnitt Blogs werden u.a. Jurabilis und Jurablogs genannt (gute Auswahl) aber auch „Handakte Weblawg“, was ich etwas kritisch sehe. Aber auch das Elbeblawg und Jurawiki finden sich wieder, man merkt: Eine schöne und bunte Auswahl. Zwar nicht unbedingt mit dem Blick auf Studenten getroffen, aber es ist ein sehr guter Einstieg.

Es folgt meine übliche Kritik: Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass in solchen Listen das Deutsche Fallrecht fehlt. Da wird auf die Publikationen des BGH hingewiesen, aber nicht auf das Projekt DFR – das zudem die Entscheidungen aus Österreich und der Schweiz bereit hält, bei denen der Autor unter II.2. nur auf die entsprechenden Übesichtsseiten der staatlichen Angebote verweist. Ich wiederhole hier für den Autor, bei allem notwendigen Respekt, das was ich schon zur ZJS geschrieben habe:

Ich tendiere inzwischen dazu, jeden Aufsatz der dies vernachlässigt, in Zukunft als “unbrauchbar” zu titulieren. Die umfassendste deutschsprachige kostenlose Urteilsdatenbank höchstrichterlicher Rechtsprechung (hier von mir besprochen) nicht zu erwähnen kann inzwischen nur noch ein Scherz sein.

Was mir ein bisschen fehlt, gerade aus Studentischer Sicht, ist der Hinweis auf die Kostenfrage. Wer sich ein bisschen auskennt, weiss das Juris nicht kostenlos ist und kennt osgar halbwegs die Kosten. Ein Erstsemester aber sollte direkt lernen: Es gibt kostenlose Angebote und kostenpflichtige. Und sowas wie Juris ist im Regelfall für den Studenten unerschwinglich – was auch gleich ist, da man in der Uni darauf Zugriff haben wird.

Insgesamt ist es ein guter Artikel, der nicht zuletzt deswegen gewürdigt gehört, weil er (anders als viele andere) auch die Weblogs erwähnt. Ein Blick hinein kann nicht schaden, gerade für Anfänger ist es ein gelungener Einstieg in die digitale juristische Welt.

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