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Vorstellung: Klausurenkurs im Sachenrecht

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Ich habe, wohl anders als viele andere, das Sachenrecht nie als besonders kompliziert empfunden – selbst die „Angstthemen“ im Bereich des Immobiliarsachenrechts waren nicht so haarsträubend für mich, wie manch einer es wohl empfindet – mag daran liegen, dass ich mit diesem Themenbereich (neben dem Strafrecht) schlichtweg grossgeworden bin. Die Ängste vieler kann ich aber nachvollziehen, wenn ich mir die schlechte Auswahl von Fallbüchern zum Thema ansehe, die ein praktisches Begreifen der Probleme nicht gerade fördert. Einige habe ich schon durch und stelle sie hier auch nicht vor, eines aber habe ich in der Tat gerne durchgearbeitet und möchte es auch empfehlen: Den Klausurenkurs von Gursky.

Vielleicht ist auch vieles einfacher, wenn man einfach in der Praxis gesehen hat, wie eine „Vormerkung“ abläuft, das abstrakte Schreckgespenst ist wahrscheinlich deswegen so „furcherregend“, weil man einfach aus einem Buch heraus die dahinter stehende Lebenswirklichkeit nicht begreifen kann.

Ich muss zugeben, der „Klausurenkurs im Sachenrecht“ von Gursky hatte mein Herz schon erobert, als ich den ersten Fall aufgeschlagen habe – da macht es endlich mal einer so, wie ich es gerne habe und bisher immer monieren musste: Zuerst gibt es den Sachverhalt, auf einer eigenen Seite. Danach kommt dann eine KLösungsskizze, anhand derer man seinen Weg überprüfen kann. Und erst dann, hinterher, die ausformulierte Lösung.

Und weiter: Gursky schreibt nicht nur „Klausurenkurs“ auf das Buch drauf, er bedenkt auch, dass man in Klausuren anders schreibt als in Hausarbeiten oder Seminararbeiten. Dafür ein Danke: Es gibt also Meinungsstreits, keine Frage. Aber in gebotener Kürze und so, wie man sie wirklich von einem Studenten in einer Klausur erwarten darf. Dazu dann ausgesuchte Fußnoten, wobei der Autor im Vorwort selber darauf hinweist, dass diese für das reine Klausurtraining entbehrlich sind.

Die Lösungen sind jeweils relativ Lang, aber noch erträglich und durchaus „abzuarbeiten“. Die 18 Fälle sind allesamt interessant aufbereitet und bieten vor dem Sachverhalt in einer stichwortartigen Auflistung eine kurze Themendarstellung – man kann also gezielt bestimmte Themen abarbeiten. Das vorhandene (und leider bei Fallbüchern nicht übliche) Sachwortverzeichnis hilft, zu Stichwörtern passende Klausuren zu finden.

Die Jurakopf-Einschätzung

Ein gelungenes Werk, mir hat es fast schon Spass gemacht, damit das Sachenrecht nochmal konkret durchzuarbeiten. Ich hatte bisher einige Fallbücher zum Sachenrecht, das war nun das erste, dass ich auch empfehlen möchte. Das Werk ist, laut Aufdruck, unter dem Gesichtspunkt der „Examensrelevanz“ zusammengestellt, so würde ich es auch einordnen. Daher kann es kein Pflichtkauf sein, jedenfalls wenn man an die Zwischenprüfung denkt. Wer aber in der Examensvorbereitung steckt findet hier ausgezeichnete Fälle, die 18 Euro sind lohnend investiert – zumal Sachenrecht eines der Gebiete ist, dass im Examen auf jeden Fall kommen wird. Daher mein Rat an Examenskandidaten: Nutzt dieses Buch um das Sachenrecht zu üben.

Das Buch

Karl-Heinz Gursky
Klausurenkurs im Sachenrecht
Verlag: C.F. Müller
Preis: 18,80 Euro
ISBN 9783811492097

Rechtsanwalt Jens Ferner

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4 Gedanken zu „Vorstellung: Klausurenkurs im Sachenrecht“

  1. Danke für den Buchtipp – das werde ich mir mal genauer anschauen!

    Das Buch, mit dem ich für die Zwischenprüfung gelernt habe und mir den Stoff so gut vermittelt hat, dass ich selbst jetzt noch in der Examensvorbereitung gut fit bin (also vor der intensiven Wiederholung des Stoffes) ist „Schwabe – Sachenrecht“ aus der Reihe „Lernen mit Fällen“.

    Das Buch ist ähnlich wie das hier beschriebene aufgebaut, nämlich mit ausführlicher Lösung inkl. Erklärungen und anschließendem Gutachten!

    Dank dem Buch war ich zum einem in der Zwischenprüfung sehr erfolgreich, zum anderen hat es mir für immer und ewig die Angst vor dem Sachenrecht genommen.

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