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Vorstellung: Grundriss des Urheberrechts

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Selten war ich so hin und hergerissen wie bei diesem Buch: Schon als ich das Vorwort gelesen hatte, war ich mir sicher, dass es mir nicht gefallen würde – zuerst spricht der Verfasser von sich selbst als „Der Verfasser“ und holpert von Wort zu Wort, um am Ende in der Ich-Form zu danken. Kein gutes Zeichen. Als ich mir dann überlegte, erstmal Stichpunkte nachzulesen und im Stichwortverzeichnis keine „Privatkopie“ gefunden habe, war es schon fast vorbei.

Dennoch habe ich mir dann das Buch genommen und es einfach von vorne nach hinten gelesen. Nicht am Stück, Examensstoff ist es ja ohnehin nicht, aber immer Abends ein paar Kapitel. Inzwischen bin ich durch und muss feststellen: Ein schönes Buch, das hält was es verspricht.

Versprochen wird, das sagt die Reihe in der es erschienen ist, der „Start ins Rechtsgebiet“. Laut Vorwort möchte sich Lutz nicht nur an Studenten, sondern auch rechtsinteressierte wenden und meidet deswegen auch jegliche tiefgehende Dogmatik. Das erleichtert jedenfalls den Start ungemein.

Das Buch ist mit 400 Seiten sehr lang, bietet dafür aber auch eine sehr grosszügige Absatzformatierung und ein äusserst angenehmes Schriftbild. Inhaltlich glaube ich ist alles drin, was mit dem Thema auch nur irgendwie zu tun hat, wobei ich ein wenig Kritik an der Strukturierung des Inhalts üben muss, die mir mitunter etwas willkürlich erschien. So war es systematisch für mich verwirrend, dass zuerst in einem Kapitel die einzelnen Werkarten vorgestellt werden, dann Bearbeitung und freie Benutzung thematisiert werden, um dann in jeweils eigenen Kapiteln – die nur eine Seite lang sind – Sammel-, Datenbank-, und amtliche Werke zu besprechen. Insgesamt könnte man hier sicherlich nochmals neu strukturieren und durch eine Einteilung der einzelnen Kapitel den Einstieg noch weiter erleichtern.

Neben dieser Kritik aber gibt es keinen Grund zu klagen: Lutz schreibt flüssig und zugänglich und geht auf wirklich jeden wichtigen Punkt ein. Übrigens natürlich auch auf die Privatkopie, die man im Kapitel 12 findet. Inhaltlich bietet er u.a.:

  • Die übliche allgemeine Einführung
  • Den Werkbegriff und die verschiedenen Werkarten
  • Den Urheber, seine Rechte und die Schranken seiner Rechte
  • Besondere Bestimmungen für Computerprogramme und ein kapitel zum Schutz technischer Maßnahmen
  • Leistungsschutzrechte
  • Rechtsverletzungen
  • Das Recht am eigenen Bild
  • Verwertungsgesellschaften, vertragliche Bestimmungen
  • Verwertung des Werkes
  • Buch- und Zeitschriftenproduktion
  • Musikproduktion
  • Bühnenvertrieb, Filmverträge, Sendeverträge, Datenbankverträge, Merchandising-Verträge

Alles in allem also ein doch dickes Kompendium, auch wenn es nur als Einleitung dienen soll. Die regelmässig eingebauten Wiederholungsfragen sind nützlich und sinnvoll; Fußnoten kommen zum Einsatz, aber in erster Linie um auf Entscheidungen hinzuweisen, die bei Gelegenheit vertieft werden können – aber nicht müssen.

Die Jurakopf-Einschätzung

Das Buch ist leicht zu lesen, die wichtigen Punkte bleiben auf Anhieb hängen und dank der Wiederholungsfragen werden die wirklich wichtigen Stichpunkte direkt verankert. Das Werk von Lutz ist durchaus ein gelungener Einstieg, wenn auch sehr umfangreich und mit kleinen systematischen Schönheitsfehlern versehen, was die Strukturierung der Inhalte angeht – dies wird den Leser aber nicht ernsthaft stören.

Der Preis ist nicht gerade günstig und macht das Buch nicht zu einem Gelegenheitskauf – was schade ist, da das Urheberrecht heute eine gewisse Alltagsbedeutung durch das Internet erhalten hat. Jedenfalls wer sich in das Urheberrecht einarbeiten muss wird hier ein sehr umfangreiches Arbeitsbuch vorfinden.

Daten zum Buch

Peter Lutz
Grundriss des Urheberrechts
Berlag C.F.Müller
ISBN 9783811433120
Preis: 26 Euro

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