Erstberatung & Kosten

Bei uns haben Sie keine Angst vor Kosten: Überraschende Kosten gibt es nicht, auch keine Fantasiepreise. Wir bieten eine hoch spezialisierte Leistung und finden Lösungen, wo andere scheitern – bei fairen Preisen mit einer Verteidigung ab 314 Euro inkl. USt. und auf Wunsch mit Ratenzahlungen. Und wenn Sie ein geringes Einkommen haben, sind wir auf Basis einer Pflichtverteidigung für Sie tätig.

Erstberatung & Kosten - Ferner: Rechtsanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht, IT-Recht Aachen
Besprechungsraum der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf

Unsere Kosten

Klare Preise, ohne Werbenepp:

  • Bei schlichten Vergehen im Strafrecht berechnen wir regelmäßig lediglich die Kosten entsprechend dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, die Erstberatung kostet pauschal 150 Euro inkl. USt., eine Strafverteidigung wird ab 314 Euro inkl. USt. Vorschuss geboten
  • Im IT-Recht werden nach Erstberatung individuelle Kostenvoranschläge auf Basis eines Stundenhonorars erstellt; die Erstberatung von Unternehmen im IT-Recht wird mit mindestens 250 Euro inkl. USt. berechnet (Verbraucher vertreten wir im IT-Recht gar nicht)
  • Jugendliche und Heranwachsende zahlen in Verteidigungen im Strafrecht bei uns im Regelfall nur die Gebühren eines Pflichtverteidigers
  • Wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können, aber keine Pflichtverteidigung im Raum steht, vereinbaren wir mit Ihnen grundsätzlich Abrechnung auf Basis der Gebühren eines Pflichtverteidigers
  • Bei uns ist jederzeit und problemlos eine Ratenzahlung möglich, nachdem ein angemessener Vorschuss gezahlt wurde

Was ist eine Erstberatung? Und wie teuer?

Die Erstberatung bei einem Rechtsanwalt ist das erste Gespräch bei einem Anwalt (dazu auch Erstberatung bei Wikipedia); sie ist im zeitlichen Umfang nicht limitiert und mit dem Bundesgerichtshof „eine pauschale, überschlägige Einstiegsberatung. Dazu gehört nicht, dass sich der Rechtsanwalt erst sachkundig macht oder dass er die Erstberatung schriftlich zusammenfasst“ (so BGH,  I ZR 137/05).

Kosten der Erstberatung: Die Kosten der Erstberatung setzt der Anwalt nach Ermessen fest, Sie liegen bei maximal 226,10 Euro inkl. UST. entsprechend § 34 RVG. Durch unsere pauschalen Sätze wissen Sie allerdings bei uns vorher, was auf Sie zukommt. Eine Hinweispflicht auf die Kosten gibt es übrigens ebenso wenig, wie einen Anspruch auf eine kostenlose Erstberatung. Der BGH stellt insoweit klar: „Auf die durch einen Vertragsschluss kraft Gesetzes entstehenden Anwaltsgebühren muss der Rechtsanwalt regelmäßig nicht ungefragt hinweisen, weil kein Mandant ein unentgeltliches Tätigwerden des Fachberaters erwarten darf und dessen gesetzliche Gebühren allgemein zu erfahren sind“ (siehe BGH, IX ZR 89/06).

Übrigens: Wir bieten natürlich ein kostenloses Vorgespräch, damit klar ist, ob wir helfen können und wo man testet, ob die Chemie stimmt. Bewusst aber bieten wir keine ‚kostenlose‘ Erstberatung, weil wir glauben, dass solche Angebote Nepp sind – Anwälte haben laufende Kosten und müssen Geld verdienen, kostenlose Beratungen werden daher regelmäßig das Ziel haben, Mandate zu akquirieren. Beachten Sie dazu auch die FAQ unten.

Was kostet ein Strafverteidiger bei uns?

Ganz einfach: Es kommt darauf an. Wir müssen eben auch auf unsere Zeit und Kosten achten – wobei Sie daran denken, dass wir spezialisierte Strafverteidiger sind, was sich auf unsere Preise natürlich auswirkt.

Sie finden hier unsere Kostentabelle, um zu wissen, womit Sie rechnen dürfen, dabei bieten wir jederzeit Ratenzahlungen und die Gebühren für das Ermittlungsverfahren müssen im Einzelfall festgelegt werden. Sie haben die Wahl, ob Sie ein Wahlverteidigungs- oder ein Pflichtverteidigungspaket buchen. Wir beraten Sie selbstverständlich vorher.

Kosten einer Wahlverteidigung

Sie müssen zuerst eine Beratung auf Aktenbasis beauftragen, die mit einem Vorschuss abgedeckt wird. Mit dem benannten Vorschuss ist dann immer mindestens eine Bestellung, Akteneinsicht sowie Vorberatung und Beratung auf Aktenbasis abgedeckt, alle Vorschüsse inkl. USt.:

  • Einfache Vergehen: 314 Euro
  • Verbrechen und Jugendstrafsachen mit Haft: 500 Euro
  • Haftsachen, Sexualstrafsachen, komplexe Verfahren: 1000 Euro

Nach Akteneinsicht und Besprechung haben wir einen Eindruck für eine realistische Kalkulation – Sie erhalten dann ein Angebot für eine Verteidigung, im Regelfall auf Basis pauschaler Preise; wobei es sich hierbei um keine Fantasiepreise handelt, sondern um feste Beträge, die sich am realistisch zu erwartenden zeitlichen Umfang sowie der Bedeutung der Sache orientieren. Unser Angebot weist dabei den Umfang und die Bedeutung aus, denn unsere Preise sind transparent kalkuliert. Und der gezahlte Vorschuss wird voll angerechnet.

Pflichtverteidigungs-Pakete

Die Pflichtverteidigungs-Pakete beinhalten eine uneingeschränkte Strafverteidigung! Lediglich die Zusatzleistungen sind im Vergleich zu Wahlverteidigungs-Paketen erheblich eingeschränkt; in Sexualstrafsachen übernehmen wir keine Pflichtverteidigungen.

Paket 1Paket 2
Aufforderung zur Benennung eines Pflichtverteidigers erhalten?NeinJa
Vorschuss bis Beiordnung314€ oder 500€ je nach Umfang0 €
Besprechungstermine vor Hauptverhandlung 32
ErreichbarkeitThreema, Mail, Telefon zu BürozeitenMail & Rückruf
Antwortzeit auf Anfragenbis zu 2 Werktagebis zu 3 Werktage
Zuzahlung ab BeiordnungNein!Nein!
Korrespondenz mit AngehörigenMit einem AngehörigenNein!
RechtsmittelBerufung und nachfolgende RevisionNur wenn in 1. Instanz schon beigeordnet

Sie wollen es billig?

Gut, schnell und günstig?

Sie müssen wissen, was Sie wollen: Die drei Wünsche „gut, schnell und günstig“ gibt es nie zusammen. Entweder es ist gut und schnell, dann ist es nicht günstig; und wenn es günstig und gut ist, wird es nicht schnell. Günstig und schnell gibt es dagegen nie zusammen mit Gut. Warum auch.

Billig und kostenlos suchen Sie bitte woanders: Alleine dass wir Fachanwälte sind und uns jedes Jahr für viel Geld viele Stunden Fortbildung leisten, macht bereits einen Unterschied – und Sie haben ja die Wahl: Mit uns haben Sie Spezialisten mit laufender Fortbildung bei wenigen Fällen zur Hand – oder Sie greifen auf „billige“ Allgemeinanwälte zurück, die auf Masse quasi „alles“ bearbeiten. Wir haben in unserer Kanzlei eine klare Entscheidung getroffen und wollen gut arbeiten. Und zwar dort, wo wir uns auskennen. Zu uns kommen Sie, weil Sie individuelle, spezialisierte anwaltliche Arbeit zu fairen, transparenten Preisen wünschen.

Unsere Angebote zur Erstberatung

Erstberatung & Kosten - Ferner: Rechtsanwalt für Strafrecht, Verkehrsrecht, IT-Recht Aachen

Beratungshilfe

Wenn das Geld knapp ist, hilft der Staat mit Beratungshilfe: Sie holen sich beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein und werden dafür anwaltlich beraten. Mandate auf Basis von Beratungshilfe werden bei uns erst nach Vorlage des Beratungshilfescheins und ausschließlich rein digital, per Mail oder Telefon, geführt.

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Erstberatung für Verbraucher

Verbraucher benötigen einen Mix aus Leistung und angemessenen Kosten. Wir bieten daher abgestufte Preise: Die einfache Erstberatung erhalten Sie zum pauschalen Preis – Sie können auf Wunsch mehr Zeit, Einarbeitung oder ein Abschlussschreiben erhalten und zahlen entsprechend mehr. Bei einer vorhandenen Rechtsschutzversicherung kümmern wir uns um alles und Sie zahlen nicht zu (wenn keine Selbstbeteiligung vereinbart ist)!

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Für Unternehmen

Unternehmen haben komplexere Probleme und höhere Ansprüche, hier ist Geiz fehl am Platz und wir halten pauschale Pakete für Erstberatungen bereit. Im IT-Recht etwa für 357 Euro (inkl. UST), dabei sind enthalten neben einem ersten Vorgespräch (bis 20min) und einer ersten Einarbeitung noch ein weiteres, persönliches Beratungsgespräch (bis 40min) sowie ein Abschlussschreiben inkl. schriftlichem Summary, in dem ggf. noch vertiefende Ausführungen erfolgen. 

Häufige Fragen zu den Kosten eines Anwalts

Wie teuer ist ein Anwalt?

Anwaltliche Gebühren sind kein Fantasieprodukt, sondern durch ein Gesetz, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, staatlich reguliert. Die Gebühren der Rechtsanwältin bzw. des Rechtsanwalts richten sich daher bei jedem Anwalt nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Das RVG sieht in vielen Bereichen die Vergütung nach dem Gegenstandswert vor (Zivilsachen), teilweise gibt es Rahmengebühren (Strafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht). Im gerichtlichen Verfahren spricht man dagegen vom Streitwert. Dieser wiederum ist Grundlage für die Gebührentabelle, aus der sich die Vergütung errechnet. Halten Sie sich vor Augen: Durch die gesetzlichen Gebühren bewegen sich alle Rechtsanwälte erst einmal im gleichen Kostenbereich!


Was kostet ein Anwalt nun konkret?

Im Strafrecht: Hier kommt es wegen der Rahmengebühren auf den Einzelfall an. Und wenn das Geld zu knapp ist, gibt es die Pflichtverteidigung, die keine schlechtere Verteidigung ist – zur Pflichtverteidigung informieren Sie sich hier bei uns.

Im Zivilrecht: Die Kosten bestimmen sich insbesondere im Zivilrecht im Rahmen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes regelmäßig anhand des „Gegenstandswerts“, das ist der Betrag, um den es am Ende geht – etwa die Höhe der Summe die einfordert wird oder der Wert der Sache um die gestritten wird. Im Folgenden ein ausgewählter Überblick zu beispielhaften gesetzlichen Gebühren mit denen im Fall außergerichtlicher zivilrechtlicher Tätigkeit jedenfalls zu rechnen ist:

  • Gegenstandswert bis zu 500 Euro: 90,96 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 1000 Euro: 159,94 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 2000 Euro: 280,60 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 2500 Euro: 367,23 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 3500 Euro: 453,87 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 4500 Euro: 540,50 € (inkl. USt.)
  • Gegenstandswert bis zu 5500 Euro: 627,13 € (inkl. USt.)

Kann man die Gebühren eines Anwalts vorab berechnen?

Bei Fragen vorab zur Gebührenberechnung und der Gebührenhöhe finden Sie im Internet diverse RVG-Rechner, so beispielhaft unter

Beachten Sie bitte, dass die Gebühren vom Einzelfall abhängen, derartige Rechner sind nur geeignet, einen grundsätzlichen Überblick zu entstehenden Gebühren anhand von Streitwerten schaffen.


Ich bin Rechtsschutzversichert – was heisst das?

Ein verbreiteter Irrtum ist, dass bei einer Rechtsschutzversicherung der Rechtsanwalt nicht bezahlt werden muss oder nichts kostet – was teilweise auch an der Werbung mancher Versicherer liegt. Tatsächlich ist es mit einem Rechtsschutz so, wie sie es vielleicht von einer privaten Krankenversicherung kennen: Sie sind der Auftraggeber und damit der Kostenschuldner, also auch der Rechnungsempfänger.

Im Übrigen hat der Rechtsanwalt die Wahl, ob er mit dem Versicherer direkt abrechnet, oder mit Ihnen damit Sie dann (also ebenso, wie bei einer privaten Krankenversicherung) die Rechnung des Anwalts bei dem Versicherer zur Rückerstattung einreichen. Wir rechnen beispielsweise in Strafsachen ohnehin nicht mit Ihrem Rechtsschutzversicherer ab, warum können Sie hier anhand einer BGH-Entscheidung nachlesen: Der sogenannte Straf-Rechtsschutz führt nach unserer Erfahrung nur zu Streit im Mandatsverhältnis und wir wollen uns auf unsere Arbeit konzentrieren.

Wenn der Rechtsschutzversicherer nämlich plötzlich doch nicht zahlt oder eine Selbstbeteiligung vereinbart ist, dann kommt in jedem Fall eine zu begleichende Rechnung an den Auftraggeber. Insbesondere ist es nicht so, dass wenn der Rechtsschutz doch nichts zahlt, in diesen Fällen dann der Rechtsanwalt auch bei Ihnen nichts abrechnet, die Tätigkeit also „kostenlos“ war. Der Rechtsschutzversicherer ist das Risiko des Mandanten, nicht das des Anwalts!


Was kostet ein Strafverteidiger?

Bei einer Strafverteidigung kommt es auf den jeweiligen Fall an – wenn es nicht nur um eine Bagatelltat geht, steht mitunter eine Pflichtverteidigung im Raum. Sie sind also nicht schutzlos und unsere Strafverteidiger schätzen gerne vorab ein, ob eine Pflichtverteidigung in Betracht kommt. Im Übrigen kommt es auf den Umfang und die Schwierigkeit der Sache an, eine vollständige Strafverteidigung inkl. Verhandlung vor Gericht wird aber mit jedenfalls 800 Euro (inkl. USt) anzusetzen sein, die Ihr Budget in jedem Fall hergeben muss. Mehr zu den Kosten eines Strafverteidigers hier bei uns.

Warum bietet unsere Kanzlei keine kostenlose Erstberatung

Wir bieten bewusst keine ‚kostenlose‘ Erstberatung, zum einen, weil wir glauben, dass solche Angebote Nepp sind – Anwälte haben laufende Kosten und müssen Geld verdienen, kostenlose Beratungen werden daher regelmäßig das Ziel haben, Mandate zu akquirieren. Allerdings bieten wir ein kostenloses Vorgespräch, damit Sie ohne Angst vor Kosten testen können, ob die Chemie stimmt – und natürlich, damit ohne Angst geklärt wird, ob wir helfen können.

Zum anderen investieren wir unsere Zeit wenn, dann in Beiträge auf unserer Webseite, wovon die Allgemeinheit insgesamt etwas hat – und nicht der einzelne, der „mal schnell eine Frage“ hat, um damit sein egoistisches Bedürfnis nach kostenloser Leistung zu befriedigen – was am Ende nach unserer früheren Erfahrung ohnehin nur Überhand nimmt. Unsere Webseite bietet inzwischen viele tausend Informationen, frei zugänglich, kostenlos und so aufbereitet, dass man sie jederzeit findet – gerade auch für Bereiche, in denen wir gar nicht tätig sind, wo es also offenkundig nicht um einen ohnehin nicht existierenden Werbeeffekt geht. Damit demonstrieren wir zur Genüge unsere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen bei der Frage des Zugangs zum Recht für die Allgemeinheit.


Ich habe kein Einkommen – kann ich mir einen Rechtsanwalt leisten?

Wenn Sie kein Einkommen oder ein geringes Einkommen haben sind Sie nicht ohne Beratung oder anwaltlichen Beistand – es gibt für Menschen mit geringem Einkommen verschiedene staatliche Hilfen:

  • Die Beratungshilfe („Beratungshilfeschein“) für außergerichtliche Vertretung und Beratung;
  • die Prozesskostenhilfe (PKH) im Fall gerichtlichen Streits im Zivilrecht, Sozialrecht, Arbeitsrecht und Verwaltungsrecht;
  • die Verfahrenskostenhilfe (VKH) in Familiensachen;
  • die Pflichtverteidigung im Strafrecht

Pflichtverteidigung

Bei Strafverteidigungen gibt es keine Prozesskostenhilfe, sondern Sie erhalten wenn, dann einen Pflichtverteidiger! Ein Pflichtverteidiger ist, wenn Sie sich rechtzeitig darum kümmern, ein Strafverteidiger Ihrer Wahl, der auf Staatskosten beigeordnet wird. Informationen zur Pflichtverteidigung gibt es hier bei uns, wir stehen im Rahmen einer Beiordnung als Pflichtverteidiger ausdrücklich gerne zur Verfügung.

Wir beraten Sie in unserer Funktion als Strafverteidiger auch bezüglich der Frage einer möglichen Pflichtverteidigung – rufen Sie uns an, wir können einschätzen, ob eine Pflichtverteidigung realistisch ist und tun dies auch sehr gerne für Sie.

Beratungshilfe

Sie können bei Gericht, bei der „Rechtsantragsstelle“ einen Beratungshilfeschein holen. Dazu müssen Sie erklären, worum es geht und ihr Einkommen samt Ausgaben belegen. Wenn Sie dann einen Beratungshilfeschein haben, können Sie damit den Rechtsanwalt Ihrer Wahl aufsuchen – sofern der Rechtsanwalt in dem entsprechenden Rechtsgebiet überhaupt tätig ist natürlich. Manche Rechtsanwälte beantragen auch für Sie einen Beratungshilfeschein.

Bitte beachten Sie: Wir beantragen ausnahmslos keinen Beratungshilfeschein für Sie, hierzu sind wir auch nicht verpflichtet (§ 16a Abs.2 der Berufsordnung für Rechtsanwälte)

Prozesskostenhilfe oder Verfahrenskostenhilfe

Die Prozesskostenhilfe (PKH) gibt es in den gerichtlichen Verfahren außerhalb des Strafrechts; im Familienrecht heißt sie „Verfahrenskostenhilfe“. Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen kann diese beantragt werden, der eigene Rechtsanwalt wird dann von der Staatskasse bezahlt (der gegnerische Anwalt aber nicht!). Im Strafrecht gibt es keine Prozesskostenhilfe, sondern es muss geprüft werden, ob eine Pflichtverteidigung in Betracht kommt.

Das Problem bei der PKH aus Anwaltssicht ist, dass die PKH sinnvoll oft erst gewährt werden kann, nachdem der Anwalt bereits Arbeit erbracht hat – die PKH wird dann im Kontext eines Klageentwurfs oder einer Klageerwiderung beantragt. Nicht selten erklären sich Gerichte auch erst im mündlichen Termin, ob die PKH nun wirklich gewährt wird; vor dieser erheblichen finanziellen Unsicherheit möchten manche Rechtsanwälte vor dem ersten Arbeiten einen zumindest kleinen Vorschuss, was nachvollziehbar sein sollte.

Links zum Thema Beratungshilfe, PKH, VKH:


Der Wert anwaltlicher Beratung

Anwaltliche Beratung kostet Geld – und spart im Gegenzug Geld. Nicht zuletzt, weil man unsere Leistung sprichwörtlich nicht anfassen kann, sind viele damit überfordert, wirtschaftlich zu denken und „sparen“ an der falschen Stelle. Lassen Sie es uns an zwei Beispielen verdeutlichen.

Verteidigungsanzeige

Sie haben eine Klage auf Zahlung eines Kaufpreises erhalten, der Sachverhalt ist gar nicht komplex, Sie meinen dabei, berechtigt nicht bezahlt zu haben. Sie gehen zum Anwalt, der für 100 Euro erklärt, dass Sie sich schlicht irren. Ärgerlich, 100 Euro gezahlt für nichts? Falsch: Hätten Sie sich versucht zu verteidigen, wären neben 3 Gerichtskosten die vollen Anwaltskosten des Klägers angefallen. Ein Anwalt kann nun weiter helfen, indem er eine Taktik entwickelt, wie Sie mit möglichst wenig Kosten aus dem Verfahren herauskommen. Denn: Prozessuale Kosten sind komplex, während ein Anerkenntnis etwa die Terminsgebühr des Klägeranwalts entstehen lässt kann ein Versäumnisurteil im frühen Stadium zwar Gerichtskosten anheben, wohl aber Anwaltskosten senken.

Um es grob mit Zahlen zu untermauern: Wenn Sie auf Zahlung von 3000 Euro verklagt werden, kostet – bei voller Verhandlung – der gegnerische Anwalt 684,25 Euro und es fallen 357 Euro Gerichtskosten an, mithin 1041,25 Euro. Ein guter Prozessrechtler kann das, wenn Sie mitarbeiten, auf bis zu 367,23 Euro Anwaltskosten sowie 119 Euro Gerichtskosten reduzieren, in der Summe also auf 476,23 Euro. Wenn Ihr Anwalt nun 238 Euro „nimmt“, um Sie zu beraten, schlimmeres zu verhindern und die Sache zu beenden, zahlen Sie insgesamt also 714,23 Euro – statt 1041,25; Sie sparen also fast 400 Euro durch eine brauchbare Beratung, auch wenn Ihnen der Rat nicht gefiel und Sie die 400 Euro nicht ausbezahlt bekommen, sondern schlicht behalten. Aber Sie müssen den Verstand mitbringen, dies zu erkennen.

Strafverteidigung

Die Strafverteidigung verlangt noch viel mehr ab bei der Reflexion, denn auch hier gilt: Sachliches Arbeiten spart Geld und Lebenszeit. Schlechte Verteidigung, im verzweifelten aber dummen Ringen um einen Freispruch, kann den Unterschied zwischen einer Bewährungsstrafe und einer Haftstrafe ausmachen. Und auch wenn die Haftstrafe nicht vermeidbar ist: Wie viel ist Ihnen Ihre Lebenszeit in Freiheit wert? Ergibt es Sinn, am Verteidiger zu sparen, weil er „nur“ einige Jahre im Knast ersparen kann, wenn also etwa statt realistischer 9 Jahre plötzlich 4 Jahre im Raum stehen?

Ganz deutlich wird es auch bei der Fahrerlaubnis: So gefährden unberatene Betroffene, im verzweifelten Kampf gegen beschlagnahmte Führerscheine nur die Fahrerlaubnis endgültig. Ein erfahrener Verteidiger weiß aber, wie und in welchen Fällen man durch einen temporären Verzicht auf den Führerschein letztlich die Fahrerlaubnis „retten“ kann. Man spart sich insoweit erhebliche Zusatzkosten, auch wenn der Weg schmerzhaft ist. Oder mauschelt selber herum, „spart“ an fachkundiger Beratung und zahlt im schlimmsten Fall auf Jahre nur drauf.


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