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Betäubungsmittelstrafrecht

Konkurrenzen beim Besitz von Betäubungsmitteln

Hinsichtlich des Besitzes von Betäubungsmitteln gelten andere Konkurrenzregeln als für die Tatbestandsvariante des Handeltreibens: Der gleichzeitige Besitz an nicht zum Handeltreiben bestimmten Betäubungsmitteln aus verschiedenen Quellen (etwa verschiedenen Anbauphasen bei Zweck des Eigenverbrauchs) begründet insgesamt die Annahme nur eines betäubungsmittelstrafrechtlichen Verstoßes (zusammenfassend BGH, 1 StR 242/19).

Dies gilt mit dem Bundesgerichtshof stets – anders als bei der Tatbestandsvariante des Handeltreibens, bei der die Annahme von Tateinheit eine besondere, über bloße Gleichzeitigkeit hinausgehende Besitzausübung erfordert (siehe BGH, 3 StR 88/18, 3 StR 95/18 , 2 StR 287/18). Dies gilt insbesondere auch bei Aufbewahrung an unterschiedlichen Orten (BGH, 2 StR 504/17, 5 StR 284/17). Anders ist es natürlich bei dem Zweck der gewinnbringenden Weiterveräußerung dienenden Besitz, wobei es sich um zwei tateinheitlich zusammentreffende Fälle handelt (BGH, 3 StR 487/16).

Dazu auch: Verklammerung durch Besitz von BTM

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Von Rechtsanwalt Jens Ferner (Fachanwalt für Strafrecht & Fachanwalt für IT-Recht)

Unsere Kanzlei ist spezialisiert auf Strafverteidigung, Wirtschaftsstrafrecht und IT-Recht. Rechtsanwalt Jens Ferner ist Fachanwalt für Strafrecht und Fachanwalt für IT-Recht. RA JF ist Kommentator in einem StPO-Kommentar sowie Autor in zwei Fachzeitschriften im IT-Recht + Strafrecht, zudem Softwareentwickler. Seine Spezialität ist die Schnittmenge aus Strafrecht und IT, speziell bei Fragen digitaler Beweismittel & IT-Forensik.

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