Kommunikationsregeln und Reaktionszeiten

Wir haben einige wenige, sehr einfache Kommunikationsregeln* und bitten Sie, diese einzuhalten, da wir nur so ohne starre Öffnungszeiten auskommen – wenn (potenzielle) Mandanten Probleme mit diesen Regeln haben, stehen wir für ein Mandat nicht zur Verfügung.

Aktuell: Arbeitsweise bei Hitze

Anhaltende Hitze beeinträchtigt Konzentration und Entscheidungsqualität – das können wir uns in der Strafverteidigung und im IT-Recht nicht leisten. Deshalb verlagern wir bei (absehbaren) Außentemperaturen ab etwa 28 Grad anspruchsvolle Arbeiten in die kühleren Morgen- und Abendstunden und reduzieren Aktivitäten in der Mittagshitze.

Telefonisch sind wir in Hitzephasen ab der Mittagszeit grundsätzlich nicht erreichbar; Besprechungen konzentrieren wir auf den Vormittag und bieten nur in dringenden Fällen am Nachmittag noch Online-Termine an.

Wie genau wir unseren Kanzleialltag in Hitzewellen organisieren und warum, erläutern wir ausführlich in unserem Beitrag „Sommer: Unsere Arbeitsweise bei Hitzewellen“.


1 Tonfall: Auch wenn Sie unter Stress stehen, verärgert oder ängstlich sind: Bleiben Sie höflich, wir sind es auch.


2 Anrufen: Spontane, nicht abgesprochene Anrufe nur, wenn es absolut dringend ist und dann über den Notruf – ansonsten immer per Mail/Messenger/Rückrufdienst um einen Rückruf bitten und auch niemals SMS senden.


3 Schreiben: Wenn es kein dringender strafrechtlicher Notfall ist, schreiben Sie Nachrichten nicht zur Unzeit, heißt: nur tagsüber werktags; insbesondere niemals Nachrichten zwischen freitags mittags und montags 6 Uhr schicken, wenn es nicht drängt! Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihren Mailversand zeitlich zu programmieren, wenn Sie etwas „aus dem Kopf“ haben wollen.


4 Reaktionszeiten: Wir antworten Ihnen, in dringenden Fällen immer schnellstmöglich; im Übrigen kann es, je nach gebuchtem Paket, bis zu drei Werktage dauern, auch wenn wir meistens schneller sind.


5 Rückrufe: Wenn Sie einen Rückruf wünschen oder Ihnen gerade etwas Angst macht: Schreiben Sie in einem Satz, worum es konkret geht, und schreiben Sie immer Ihre aktuelle Kontaktnummer dazu – wenn Sie auf dem Notruf niemanden erreichen, sprechen Sie immer auf die Mailbox!


6 Sachstandsanfragen: Grundsätzlich sind „Sachstandsanfragen“ sinnentleert, da wir uns melden, wenn etwas wirklich Relevantes passiert, und somit nur unnütze Zusatzarbeit verursacht wird. Wägen Sie daher genau ab, ob und wann Sachstandsanfragen Sinn stiften. Sehen Sie von der verbreiteten Unsitte ab, vor Wochenenden, Feiertagen oder Jahreswechsel nach dem Sachstand zu fragen – das macht uns enorme und vollkommen unnütze Mehrarbeit.


7 KI-Auskünfte: Hinterfragen Sie unsere Arbeit niemals durch den unreflektierten Einsatz von KI (gemeint sind LLM wie ChatGPT). Die Antworten dieser Systeme leben davon, dass der Sachverhalt korrekt angegeben wird und man kritisch die Ausgaben hinterfragen kann – das können Laien bei juristischen Themen nicht! Fragen Sie lieber direkt uns, anstatt dadurch mehr Arbeit (und mehr Kosten!) zu verursachen.


8 Sicheres Messaging: Benutzen Sie Mails richtig – lesen Sie mindestens einmal wöchentlich in Ihrem Spam-Ordner mit und richten Sie eine Transportverschlüsselung zwischen Ihrem Postfach und Ihrem Mail-Client ein.

(*) die Regeln basieren auf Erkenntnissen, die Sie u.a. nachlesen können in den Büchern „Die Optimierungslüge“ von Markus Albers, „KI Atlas“ von Kate Crawford und „Glück“ von Bruce Hood

KI-Politik der Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf

Unsere KI-Politik

Ja, wir setzen KI ein – aber niemals dort, wo es auf Ihr Mandat ankommt. KI nimmt uns die zeitraubende rein mechanische Arbeit ab, ersetzt aber niemals das anwaltliche Denken und schon gar nicht den persönlichen Kontakt zu Ihnen. Weil uns dieses Thema von Anfang an wichtig war, haben wir bereits seit 2023 eine festgeschriebene KI-Politik, die wir laufend aktualisieren und hier öffentlich teilen.

In der Kommunikation mit Ihnen bleibt alles menschlich. Wir verzichten bewusst auf Chatbots, virtuelle Assistenten oder KI-Anrufsysteme. Stattdessen schreiben und sprechen echte Anwälte mit Ihnen. Das kann bedeuten, dass Sie auf eine Antwort einmal ein paar Stunden warten – dafür haben Sie es nie mit einer Pseudo-KI zu tun, sondern immer mit uns. KI nutzen wir hier nur für Rechtschreibhilfen wie LanguageTool und für die redaktionelle Arbeit auf unserer Website. Blogbeiträge auf dieser Website werden teils mit KI-Unterstützung vorstrukturiert, dann von uns überarbeitet, finalisiert und veröffentlicht. Solche Beiträge kennzeichnen wir freiwillig mit einem an das EU-Icon für KI-modifizierte Inhalte angelehntes Symbol.

In der Mandatsarbeit ist KI unser Werkzeug: Wir setzen sie dort ein, wo es nicht auf juristische Qualifikation ankommt, aber früher unnötig Stunden anfielen: bei der Recherche (auf Basis unserer eigenen, seit 25 Jahren gepflegten Datenbank mit Entscheidungen und Fachinformationen), beim Aufbereiten und Bereinigen umfangreicher Ermittlungsakten, beim Auswerten und Visualisieren hunderter Seiten Finanzdaten sowie bei Konsistenzprüfungen und redaktionellen Anmerkungen in fertigen Verträgen. So sichern wir die persönliche „Handarbeit“ und sparen Zeit genau dort, wo sie keinen juristischen Mehrwert schafft.

Und das machen wir bewusst nicht: Wir schreiben keine Schriftsätze mit generativer KI, und wir geben keine Daten oder Informationen aus Mandaten an Cloud-KI-Modelle weiter. Strategisches Denken, kommunikative Überzeugungsarbeit und qualitative anwaltliche Bewertung lagern wir nicht aus – denn Staatsanwälte und Richter überzeugt man nur durch sorgfältige, persönliche Kommunikation. Ihre Daten verlassen unser Haus nicht – technisch sichergestellt durch lokale KI-Systeme (OLLAMA mit selbst programmierten Python-Schnittstellen sowie DEVONthink), ohne jede Cloud-Anbindung.

Cybersicherheit & sichere Kommunikation

Es ist uns wichtig, dass eine sichere Kommunikation möglich ist – darum setzen wir auf europäische Lösungen, ohne Cloudanbindung: Wir bieten für unsere Mandanten Messaging via Threema (kein Kontakt darüber, wenn Sie noch nicht Mandant sind oder nur das Basis-Paket gebucht haben), unsere Mails laufen über eine Protonmail-Infrastruktur, Videobesprechungen finden via BigBlueButton (DE) statt und wir setzen auf eine eigene, voll verschlüsselte Nextcloud-Instanz mit Serverstandort in Deutschland.

Mandanten werden aufgefordert, zur Mailkorrespondenz mit uns eine eigene, kostenfrei verfügbare, Protonmail-Adresse anzulegen, damit eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Mails gewährleistet ist. Wir benutzen keine US-Cloud-Dienste und verzichten auf Endprodukte von Microsoft, Google und Adobe in unserem Alltag. Unsere lokalen Speicher auf unseren Endgeräten sind immer vollverschlüsselt und es wird nur aktuelle Hardware eingesetzt. Wir empfehlen Ihnen folgende Produkte bei der Zusammenarbeit mit uns, die plattformübergreifend zur Verfügung stehen: