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Zivilrecht & ZPO

Karnevalsumzug: Keine Haftung für Hörschaden durch Böllerschüsse

Wenn eine Fußgruppe bei einem Karnevalsumzug aus einer mitgeführten Kanone in regelmäßigen Abständen Böller- bzw. Konfettischüsse abfeuert, steht einem Zuschauer am Straßenrand, der durch einen lauten Kanonenknall einen Hörschaden erleidet, kein Schadenersatzanspruch gegen den Veranstalter des Karnevalsumzugs zu.

Das Landgericht (LG) Trier begründete diese Entscheidung damit, dass es bei Karnevalsumzügen üblich ist, Kanonen zum Verschießen von Konfetti oder Böllerschüssen mitzuführen. Dem Veranstalter kann daher nicht zur Last gelegt werden, dass er den Teilnehmern am Umzug keine Anweisungen zum Gebrauch der Kanonen erteilt hat. Das LG wies zudem darauf hin, dass ein Zuschauer bei Anwendung „zumutbarer Sorgfalt“ in der Lage sein muss, etwaige von den Kanonen ausgehende Gefahren rechtzeitig zu erkennen und sich entsprechend einzurichten. Zur Not muss er sich von seinem Standort entfernen (LG Trier, Urteil vom 5.6.2001).

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Von Strafverteidiger & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner

Rechtsanwalt Jens Ferner ist Strafverteidiger und Fachanwalt für IT-Recht, spezialisiert auf Rechtsfragen im Strafrecht, Cybercrime, Wirtschaftsstrafrecht und IT-Recht. Er punktet zudem als Systementwickler mit zusätzlicher Fortbildung in IT-Sicherheit und IT-Forensik. Im IT-Recht inkl. Softwarerecht, Wettbewerbsrecht & Urheberrecht tätig ausschließlich für Unternehmen und Gewerbetreibende.

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