Vorsicht BKA-Trojaner: Neue Variante mit jugendpornographischem Inhalte verbreitet sich

Anwalt für IT-Recht: Rechtsanwalt Jens Ferner, Fachanwalt für IT-Recht, hilft Ihnen im Raum Aachen & Heinsberg im gesamten IT-Recht, insbesondere Softwarerecht, IT-Vertragsrecht, digitalem Werberecht, Medienrecht und Domainrecht. Ihr Fachanwalt für IT-Recht im Raum Aachen & Heinsberg - Termin vereinbaren unter 02404-92100.

Das Bundeskriminalamt (PM hier, Meldung bei Heise.de) warnt vor einer neuen Variante des vormals bekannten „BKA-Trojaner“ (zur früheren Variante hier bei uns). Während vormals der Rechner „gesperrt“ wurde wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen, werden diesmal pornographische Inhalte vorgeworfen, die angeblich gefunden wurden, weswegen der Rechner „gesperrt“ wurde. Gegen Zahlung von 100 Euro (wieder per UKash oder Paysafe) ist der Rechner dann angeblich wieder freigeschaltet.

Hierzu folgende Hinweise:

  1. Wenn auch zu spät, etwas zur Prävention, speziell für Windows-Nutzer: Halten Sie einen Virenscanner installiert. Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge, insbesondere diejenigen, die auf .exe enden. Ebenfalls sind sie mit ZIP-Dateien vorsichtig. Bedenken Sie, dass man Dateianhänge verschleiern kann, etwa indem man eine ausführbare Datei als „rechnung.pdf.exe“ benennt.
  2. Zahlen Sie nicht die 100 Euro! Auch wenn die Hoffnung da ist, ob der Rechner danach funktioniert, ich bin da skeptisch. Darüber hinaus ist arg zweifelhaft, ob der Virus entfernt wird (ich glaube es nicht) und man nicht in naher Zukunft mit erneuter Sperrung rechnen muss. Investieren Sie das Geld lieber in einen guten IT-Dienstleister und eine aktuelle Anti-Viren Software.
  3. Ich möchte zur Vorsicht raten im Umgang mit Behörden, bereits bei der ersten Variante hatten Betroffene sich wohl regelmäßig bei der Polizei gemeldet, was bei vorgeworfenen Urheberrechtsverletzungen wohl noch ein überschaubares Risiko war. Nun aber allzu blauäugig bei seiner Polizeidienststelle anzurufen und zu erzählen, man hätte eine BKA-Mitteilung, auf dem Rechner wäre jugendpornographisches Material, sträubt mir die Nackenhaare. Wenn Sie eine Stellungnahme der Polizei zur Kenntnis nehmen möchten, lesen Sie hier und lassen Sie es damit gut sein.

Hinweis:

Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt & Fachanwalt für IT-Recht Jens Ferner
Rechtsanwalt Jens Ferner - Fachanwalt für Informationstechnologierecht: Ich biete eine fokussierte Tätigkeit auf den Bereich Strafrecht, IT & Medien. Ergänzend dazu bin ich im Arbeitsrecht & Vertragsrecht sowie für Verbraucher vor Ort im Familienrecht & Erbrecht tätig. Eine umfassende Betreuung von Handwerkern, Agenturen & Unternehmen wird geboten. Kern meiner Tätigkeit ist das Prozessrecht, ganz besonders im Bereich IT-Prozess sowie Klageabwehr im Zivilprozess. Besprechungstermin in Alsdorf vereinbaren: 02404-92100. Beachten Sie, dass wir ausnahmslos keine Beratung per Mail oder Telefon anbieten - es gibt in unserer Kanzlei auch keinerlei kostenlose Tätigkeit!