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Zivilrecht & ZPO

Einsetzung eines Nacherben hinsichtlich eines einzelnen Nachlassgegenstandes ist unzulässig

Es ist nicht möglich, die Einsetzung eines Nacherben hinsichtlich eines einzelnen Nachlassgegenstandes vorzusehen – etwas derartiges ist schlechthin unzulässig (vgl. Münchener Kommentar, BGB, 6. Auflage, Randnr. 19 zu § 2100 BGB). Das  Amtsgericht Dinslaken, SP-1554-20, konnte hierzu festhalten, dass wohl die Anordnung der Nacherbschaft hinsichtlich eines Bruchteils des dem Vorerben zugewandten Erbteils durchaus möglich ist. Hinsichtlich eines Grundbuchs wären dann bei Annahme einer Vor- und Nacherbschaft die Beschränkungen des § 2113 BGB hinsichtlich aller Grundstücke zu beachten.

Im Übrigen gilt: Die Zuwendung eines bestimmten Nachlassgegenstandes an den Erben mit der Maßgabe, dass nach dessen Ableben dieser Nachlassgegenstand bestimmten weiteren Personen zufallen solle, kann aber je nach den Umständen des Einzelfalls als Auflage, aufschiebend bedingtes Vermächtnis oder eben als die Anordnung einer Nacherbfolge auszulegen sein (vgl. Firsching/Graf, Nachlassrecht, 9. Auflage, Randnr. 4.283).


Rechtsanwalt Dieter Ferner ist Fachanwalt für Strafrecht und bevorzugt in der Strafverteidigung, bei Ordnungswidrigkeiten, im Verkehrsrecht & Fahrerlaubnisrecht sowie bei Scheidungen tätig.

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Rechtsanwalt Dieter Ferner

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Von Rechtsanwalt Dieter Ferner

Rechtsanwalt Dieter Ferner ist Fachanwalt für Strafrecht und bevorzugt in der Strafverteidigung, bei Ordnungswidrigkeiten, im Verkehrsrecht & Fahrerlaubnisrecht sowie bei Scheidungen tätig.

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