Erforderlichkeit des Unfallersatztarifs

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Verkehrsunfall

Zur Frage der Erforderlichkeit eines Mietwagentarifs im Rahmen der Schadensabrechnung, wenn der Autovermieter nicht zwischen „Unfallersatztarif“ und „Normaltarif“ unterscheidet, sondern einen einheitlichen Tarif anbietet, der weit über dem Durchschnitt der auf dem örtlichen Markt erhältlichen „Normaltarife“ liegt.

Urteil BGH 09.05.2006, VI ZR 117/05

Dazu bei uns: Übersicht zum Unfallersatztarif „Erforderlichkeit des Unfallersatztarifs“ weiterlesen

BGH: Unfallersatztarif ist erstattbar

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Verkehrsunfall
  • Ein „Unfallersatztarif“ ist nur insoweit ein „erforderlicher“ Aufwand zur Schadensbeseitigung gemäß § 249 Satz 2 BGB a.F. als die Besonderheiten dieses Tarifs einen gegenüber dem „Normaltarif“ höheren Preis aus betriebswirtschaftlicher Sicht rechtfertigen, weil sie auf Leistungen des Vermieters beruhen, die durch die besondere Unfallsituation veranlaßt und infolgedessen zur Schadensbehebung erforderlich sind (Bestätigung des Senatsurteils vom 12. Oktober 2004 – VI ZR 151/03 – VersR 2005, 239, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
  • Einen ungerechtfertigt überhöhten „Unfallersatztarif“ kann der Geschädigte nur ersetzt verlangen, wenn er darlegt und gegebenenfalls beweist, daß ihm unter Berücksichtigung seiner individuellen Erkenntnis- und Einflußmöglichkeiten sowie den gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten unter zumutbaren Anstrengungen auf dem in seiner Lage zeitlich und örtlich relevanten Markt kein wesentlich günstigerer Tarif zugänglich war.
  • Zur Frage, wann der Geschädigte zur Nachfrage nach einem günstigeren Tarif und zum Einsatz seiner Kreditkarte oder zu einer sonstigen Form einer Vorfinanzierung verpflichtet ist.

Urteil BGH, VI ZR 37/04 vom 19.04.2005

Dazu bei uns: Übersicht zum Unfallersatztarif

„BGH: Unfallersatztarif ist erstattbar“ weiterlesen

Baurecht und VOB/B: Umfang der Aufklärungspflicht über mangelhafte Planung

Rechtsanwalt Ferner Alsdorf - Foto  von Boot auf Meer
Immer wieder stellen sich im Tagesgeschäft folgende Fragen:
  • Kann der Bauunternehmer gefahrlos auf Basis der vom Architekten vorgelegten Pläne bauen?
  • Wann muss er den Auftraggeber darauf hinweisen, dass eine Ausführung auf Basis von Plänen, die nicht mehr mit denen übereinstimmen, die Vertragsinhalt waren, den Werkerfolg nicht erzielen kann?
    Urteil BGH, VII ZR 328/03

„Baurecht und VOB/B: Umfang der Aufklärungspflicht über mangelhafte Planung“ weiterlesen