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Abzocke aktuell: Tricks am Telefon & Kaffeefahrten

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt davor, mit seinen Daten zu hausieren – man eröffnet Betrügern nur den Weg zu sich selber. Die Warnung kann nur unterstrichen und untermauert werden mit einem Hinweis aus einem Forum, wo ein angeblicher (!) Mitarbeiter eines Callcenters berichtet, wie am Telefon angeblich abläuft:

  1. Man kauft Datensätze (Anschrift, Telefon, Bankdaten) auf dem (Schwarz-)Markt ein (sind übrigens nicht allzu teuer)
  2. Danach ruft man die Leute an und erzählt etwas von “dem Zeitschriftenabo, das man ja laufen hat”. Wer nun auf die Betrüger herein fällt, sagt reflexartig “Ach so, sie rufen an wegen meines Abos der Zeitschrift X?”
  3. An dem Punkt hat der Betrüger den Fuß in der Türe: Er erklärt, dass der Vertrag sich gerade um weitere 24 Monate verlängert hat – er kann aber auch einen günstigeren 12-Monatsvertrag der Zeitschrift Y anbieten.
  4. Der Angerufene, stimmt diesem (vermeintlich) günstigeren Angebot zu und bestätigt mit einem “Ja”, dass er dieses Angebot nutzen möchte. Dabei wird natürlich auf Band festgehalten, dass er diesem Angebot ausdrücklich zustimmt.

Die Daten werden dabei mitunter sehr aktiv eingefordert: Die Verbraucherzentrale Saarland weist darauf hin, dass angebliche Verbraucherschützer anrufen und versuchen, persönliche Daten zu entlocken.

Ein weiteres leidiges Thema seit vielen Jahren sind die Kaffeefahrten, wobei mir zwei besonders dreiste Methoden aufgefallen sind:

  1. Die Polizei Rotenburg macht darauf aufmerksam, dass bei einer ein defektes Kartenzahlgerät vorgetäuscht wurde – und während man vermeintlich drei Mal versuchte zu zahlen, hat man am Ende tatsächlich drei Mal den geforderten Betrag angewiesen. Die Masche lässt sich natürlich auch außerhalb von Kaffeefahrten gut umsetzen.
  2. Die Polizei Tuttlingen weist darauf hin, dass man Kaffeefahrten mit einer speziellen betrügerischen Masche “an den Mann” gebracht hat: Senioren wurden angeschrieben, dass sie angeblich zu einem früheren Datum eine Fahrt verbindlich gebucht hätten – und wenn sie nun nicht mitfahren, fallen Stornierungskosten an.

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