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Der Nepp findet kein Ende und speziell rund um und zum Jahresende wird es ja eher mehr als weniger. Es gibt einige neue Kuriositäten, die ich hier kurz vorstellen möchte. Für Verbraucher aber gilt: Eine gesunde Portion Misstrauen und Verstand im Alltag ist grds. der beste Rat.

In Bayern z.B. sucht man derzeit einen “Finanzberater”, der Menschen übers Ohr gehauen haben soll. Mit gefälschten Unterlagen und einem geübten Auftreten hat er angeblich die Menschen überzeugt, ihm Geld anzuvertrauen, dass er gewinnbringend investieren wollte. Inzwischen ist er verschwunden und das Geld gleich mit ihm. So seltsam es klingt: Das Muster ist sehr beliebt und ich bin doch überrascht, wie viele Menschen darauf herein fallen. Etwas m.E. Vergleichbares gab es kürzlich wohl auch in Aachen, inzwischen ist Anklage erhoben: Da soll ein Bestatter Geld im Vorhinein angenommen haben, um die Beerdigung abzusichern. Leistungen sind dann aber angeblich nicht geflossen. Auch hier: Einem letztlich wildfremden Menschen wird auf Grund von “Vertrauen” eine Menge Geld gegeben. Das “Vertrauen” entsteht in solchen Fällen nach meinem Eindruck letztlich alleine, weil der Betreffende “geschickt” auftritt, sich selbst “gut verkauft” oder auch ein seriöses Ambiente (etwa gute Büroräume) pflegt. Auch wenn ich das im Ansatz nachvollziehen kann: Es müssen einfach Alarmglocken angehen, wenn unter solchen Umständen an fremde Menschen (viel) Geld fliesst. Hinterher, das sagt der Volksmund zu Recht, ist man natürlich immer schlauer – hoffentlich jedenfalls. Das gilt auch in der Abwicklung, Strafanzeige stellen und abwarten ist nicht das beste was man tun kann. Ein Rechtsanwalt sollte zumindest zur Beratung des weiteren Vorgehens hinzugezogen werden, um zu klären, wie man mit optimaler Wahrscheinlichkeit das Maximum an Geld wieder zurück erhält.

Der “Enkel-Trick” hat eine neue Variante erfahren wie die Hannoversche Allgemeine berichtet: Eine ältere Dame wurde angerufen von einer angeblichen “Bankenaufsicht”, die ihr mitteilte, von ihrem Konto wären 1000 Euro unberechtigt abgebucht. Man versuchte sie sodann zu animieren, eine teure Telefonnummer anzurufen, unter der ihr geholfen werden sollte. Die Dame tat das richtige: Sie rief ihre Bank an, liess sich bestätigen dass das Blödsinn ist und informierte sodann die Polizei.

Was ganz neues ist in einem Bericht bei ZDNet zu finden: Ich warnte ja bereits vor gefälschten Rechnungen zum Jahresende. ZDNet verweist nun darauf, dass eine Bande (die sicherlich bald Nachahmer finden wird) sehr aktiv Amazon-Rechnungen fälscht, um Marketplace-Verkäufer abzuzocken. Die Fälschung wird dabei mittels eines Software-Skriptes (hier gibt es einen englischsprachigen Bericht mit Screenshots dazu) auch noch besonders einfach gemacht. Das Ziel wird wohl auch hier sein, in der Hektik von Weihnachtsgeschäft und Jahresabschluss den ein oder anderen Euro (bzw. US-Dollar) abzuziehen.

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