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Lanze: Webseiten-Statistiken mit Piwik erstellen

Ich möchte an dieser Stelle eine Lanze brechen für die freie Software “”, mit der man als -Betreiber Web-Statistiken erheben kann. Und nein, es geht hier um kein “Google-Bashing”, auch wenn ich bei schlicht weniger rechtliche Fragen sehe. In Kürze:

  1. Die Installation von Piwik ist selbst für Laien leicht und sollte in 10 Minuten erledigt sein. Dabei bietet die aktuelle Version 0.9 ein sehr ansehnliches Bild und alle grundsätzlichen Funktionen. Erst Profis werden z.B. ein brauchbares Tracking vermissen, hier muss man selber überlegen, ob das einem wirklich wichtig ist. Ansonsten: Nutzerzahlen, Referer, Zugriffe etc. – alles vorhanden und sehr übersichtlich. Was mich persönlich nervt ist, dass man nicht nur sieht von welcher externen Seite Besucher kommen, sondern nicht mit einem Klick auch sieht, welche eigenen Seiten von dort aufgerufen wurden. Ein Detail, das im Alltag beim Optimieren der Seite durchaus stören kann. Und da man Anregungen nur als registrierter User im Forum einreichen kann, bleibt der Ärger bei mir. Auch freie Software ist eben nicht perfekt.
  2. Piwik lässt sich natürlich mit einem Code-Schnippsel in jede Webseite einbauen – für WordPress gibt es aber zudem ein sehr gutes und schlankes Plugin. Das erledigt nicht nur den Einbau, sondern stellt auch die Statistiken im Admin-Bereich sehr ansehnlich dar.
  3. Mit Blick auf die rechtlichen Diskussionen bin ich mit Piwik schlicht etwas glücklicher: Zum einen läuft es, betrieben durch uns selbst auf unserem Server, also als eigener Dienst. Daten werden nicht an Dritte übermittelt. Darüber hinaus wird ein “Anonymize”-Plugin direkt mitgeliefert, mit dem IP-Adressen auf Wunsch anonymisiert werden. Wer – wie ich – darauf Wert legt, kann also auch hier glücklich sein. Und wem es egal ist, der muss das Plugin nicht aktivieren.
  4. Ebenfalls sehr Chic ist eine Piwik-App für iPhone/, mit der man die Statistiken direkt aufrufen und sich aufbereiten lassen kann. Kostet zwar ein paar Euro, wird es dem ein oder anderen aber Wert sein. (Hinweis: Angeboten wird es als native -App, also bei voller Auflösung).
  5. In der Bedienung ist Piwik im Regelfall sehr schnell und hilfreich. Manchmal hakt es, das soll hier nicht verschwiegen werden, wenn grössere Datenmengen (etwa die Kanzleiseite in der Monatsansicht) aufbereitet werden. Hier hoffe ich noch auf die Version 1.0.

Im Fazit kann ich Piwik durchaus empfehlen. Wer jedenfalls mit einem Besucher, Referer und Suchmaschinen-Überblick zufrieden ist, der braucht gar nicht mehr. Die Verwaltung mehrerer Seiten ist natürlich problemlos möglich. Mein Rat: Ruhig einmal ansehen und sich überlegen, ob es nicht etwas für die eigene Webseite ist.

Links dazu:

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