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Der lange steinige Weg zum ePostfach #epost

Wieder einmal habe ich mich für ein Experiment zur Verfügung gestellt und letzte Woche ein Postfach bei “ePost” bestellt, dem bereits vor dem offiziellen Start in manchen Blogs verrissenen Konkurrenten zur (gleichsam verrissenen) DE-Mail. Das Ganze ist jetzt eine Woche her, mein Postfach habe ich immer noch nicht. Hintergrund: Die Registrierung ging relativ flott, nachdem man mir an mein Handy eine “Handy-TAN” geschickt hat, wurde mir offenbart, dass ich per Post einen “Aktivierungscode” erhalte.

Nun, sowas kenne ich. So etwas gab es 2001 beim Web.de Postfach und existiert bis heute bei Hosteurope für Neukunden. In beiden Fällen hatte ich nach einem Werktag meinen Code. Die Post, die interessanterweise ja selber den Brief verschickt, brauchte eine Woche. Nunja.

Doch der Aktivierungscode ist, so wurde mir heute klar, nicht das Ende der Einrichtung, sondern nur der Zwischenschritt: Nach Eingabe des Codes sah ich einen Teil meiner Daten (Name z.B.), musste andere Daten noch einmal eingeben (Anschrift, Handy-Nummer) und manche Daten zum ersten Mal (Geburtstag). Nachdem ich dann wieder einmal auf “Fertig” geklickt habe, bekam ich schon wieder eine “Handy-TAN”, musste damit wieder einmal bestätigen dass die TAN bei der angegebenen Handy-Nummer ankam – und bekam einen Ausdruck für ein Postident-Verfahren.

Als nächstes darf ich also nun zu einer Filiale dackeln um dort ein Postident durchzuführen. Es wäre natürlich praktisch gewesen, wenn die Post das beim ersten Brief direkt mit erledigt hätte und auch alle benötigten Daten einmalig bei der ersten Registrierung erhoben hätte. So aber darf man nicht nur noch mehr Zeit und Energie aufbringen (nicht nur Selbstständige werden sich bedanken) sondern wahrscheinlich noch mehr Wartezeit einkalkulieren.
Mein Bericht über die “ePost” wird sich damit also noch ein wenig hinziehen. Verbleibt der bissige Kommentar, dass die Post offenbar bemüht ist ihr “bürokratisches Image” weiter zu pflegen. Momentan jedenfalls erscheint es mir weder alltags- noch geschäftstauglich – und mit Sorge blicke ich auf das Erlebnis, wenn man die erste Mail über diesen Dienst versendet bzw. empfängt. Wahrscheinlich ist dieses langwierige Prozedere auch der Grund, warum man noch keine Berichte über den Dienst liest

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