In eigener Sache: Urheberrecht beachten!
21. April 2010 eingestellt von Rechtsreferendar Jens Ferner (Diplom-Jurist, hier bei Google+ und XING)
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Ein Hinweis in eigener Sache: Leider wieder verstärkt tritt die Unsitte auf, von mir erstellte Inhalte vollständig oder nahezu vollständig auf andere Seiten zu kopieren. Sei es via Copy&Paste von einer unserer Webseiten oder indem der RSS-Kanal ausgelesen und automatisiert auf fremden Webseiten eingebunden wird. Dazu, anlässlich eines konkreten Vorfalls, hier noch einmal ein paar kurze Hinweise:
- Sämtliche von uns erstellten Artikel unterliegen unserem Urheberrecht. Es ist natürlich schön, wenn diese Artikel verbreitet werden und Beachtung finden – das ändert aber nichts daran, dass man zu Fragen hat, bevor man “sich bedient”. Im Regelfall werde ich auch durchaus um Erlaubnis gefragt und ich kann hier bekannt geben, dass ich im Regelfall der Nutzung sogar zustimme. Das ändert aber nichts daran, dass man überhaupt zu Fragen hat.
- Leider hat sich ein Verhaltensmuster in den letzten 10 Jahren bei Betroffenen in keinster Weise geändert: Bei Zusendung einer Abmahnung verweisen Betroffene gerne darauf, dass man ja auch “einfach mailen könne”, die “Abmahnung überflüssig sei”. Ich muss feststellen, dass bisher ausnahmslos auf Emails nicht wie geboten reagiert wird: Es wird (wenn überhaupt reagiert wird) diskutiert, lamentiert, teilweise sogar beleidigt. Noch kein Mal habe ich es in den letzten 10 Jahren erlebt, dass auf eine vorgenommene Mail mit einem Hinweis angemessen reagiert wurde, gerade mit Blick auf die drohende Abmahnung bzw. einstweilige Verfügung. In der Vergangenheit habe ich auf diesen Umstand schon mehrfach hingewiesen und dabei auch mehrfach betont, dass man sich angesichts dieses Musters, über das auch andere Juristen in meinem Umfeld klagen, nicht uwndern muss, wenn irgendwann direkt (und teuer) Abgemahnt wird.
- Weiterhin sehr weit verbreitet ist der Irrglaube, dass die Inhalte von RSS-Feeds keinem Urheberrecht unterliegen. Dass also das Übernehmen von Inhalten aus RSS-Feeds auf fremden Webseiten vollkommen OK ist. Dazu kommt die weit verbeitete Praxis, dies ohne Rückfrage zu tun. Auch das ist schlicht falsch, dabei muss es selbst einem Laien einleuchten, warum ein und der selbe Inhalt mal dem Urheberrecht unterfallen soll und mal nicht – nur weil eine jeweils andere Spezifikation (HTML, XML etc.) genutzt wurde.
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