Allgemeiner Hinweis: Bei Anruf Abzocke
17. April 2010 eingestellt von Rechtsreferendar Jens Ferner (Diplom-Jurist, hier bei Google+ und XING)
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Zunehmend sind Verbraucher von Telefon-Abzocke betroffen, das Nachrichtenportal “DerWesten” listet alleine für die letzten 2 Wochen eine handvoll Berichte über neue oder einschlägige Methoden auf. Aktuell sind Berichte über einen vorgetäuschten GEZ-Anruf und eine kostenpflichtige Eintragung in eine Anti-Werbeliste.
Es kann Betroffenen an dieser Stelle nur eindringlich geraten werden, sich bei vermuteter Abzocke zu wehren. Dabei helfen Rechtsanwälte und Verbraucherzentralen, die einschätzen können, ob es wirklich Abzocke ist und wie man dagegen vorgehen kann. Erfahrungsgemäß ist häufig die Scham, sich zu wehren, zu groß; auch die Angst, überhaupt etwas erreichen zu können. Seien Sie hier sicher: Sie können sich wehren, auch wenn entsprechende Unternehmen sehr starl bemüht sind, sie einzuschüchtern und den gegenteiligen Eindruck zu erwecken.
Auch scheuen manche den Aufwand, weil gerne relativ kleine Summen um die 50 Euro genutzt werden. Hier ist anzumerken, dass man sich in jedem Fall zur Wehr setzen muss – schon alleine, weil dubiose Anbieter nicht einmal auf die vorhandenen Daten zurückgreifen, sondern gerne mehrfach. Nur wer sich wehrt, kann aus diesem Kreis ausbrechen.
Die Forderung der Verbraucherzentralen an den Gesetzgeber, dass endlich eine schriftliche Bestätigung bei telefonischen Verträgen zwingend werden muss, ist an dieser Stelle zu unterstützen. Während mündliche Verträge im Alltag des Massengeschäfts – außer vielleicht beim Brötchenkauf – kaum eine Rolle spielen und selbst einfachste Gewährleistungsfälle ohne Kaufbeleg zur Odyssee werden, forciert der Gesetzgeber ausgerechnet dort, wo man als Verbraucher eine unheimlich schwierige Beweislage vorfindet, den mündlichen Vertragsschluss. Dabei muss man als Verbraucher wissen, dass es nicht Aufgabe des Verbrauchers ist, nachzuweisen, dass kein Vertrag geschlossen wurde – vielmehr das betroffene Unternehmen muss nachweisen, dass ein Vertragsschluss vorliegt.
Weitere Informationen rund um das Thema “Abzocke”:
- Vorsicht: Werbung im Namen der Polizei
- Vorsicht vor falschen Abmahnungen
- Vorsicht vor der Referenzkundenmasche
- Informationswebseite zum Thema Abo-Fallen
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(Tags: abo-falle, abofalle, abzocke, werberecht)